Am Freitag noch in Brüssel beim EU-Gipfel, am Samstag schon mit dem Rat zu noch mehr Vorsicht auf allen Kanälen – Kanzlerin Angela Merkel sieht die aktuelle Corona-Lage besonders kritisch. Foto: dpa/Olivier Hoslet

Eindringlicher als viele Länderchefs mahnt die Kanzlerin zur Vorsicht. Für mehr Akzeptanz der Corona-Maßnahmen bräuchte es nicht nur erneut eine Fernsehansprache Merkels, sondern auch wieder eine größere Rolle für die Parlamente, meint unser Berliner Korrespondent Christopher Ziedler.

Berlin - Die Kanzlerin treibt das Land vor sich her und die Akteure vor Ort zu neuen Taten an – fast im Alleingang, nur Bayerns Markus Söder warnt so eindringlich vor dem Preis mangelnder Vorsicht. Seit drei Wochen geht das so: Erst rechnete Angela Merkel vor, dass ohne Verhaltensänderung zu Weihnachten mit 19 200 Corona-Infektionen täglich zu rechnen sei, dann appellierte sie im Bundestag direkt an die Bürger, keinen neuen Shutdown mit hohen ökonomischen und emotionalen Kosten zu riskieren. Schließlich schrieb sie den Ministerpräsidenten ins Stammbuch, das von ihnen Beschlossene reiche nicht, um das drohende „Unheil“ abzuwenden.

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