Einen Monat lang dürfen in dem Fleischwerk keine neuen Mitarbeiter eingestellt werden (Symbolbild). Foto: imago stock&people/Gustavo Alabiso

Mehr als ein Drittel der Belegschaft eines Fleischwerks in Birkenfeld bei Pforzheim ist oder war mit dem Coronavirus infiziert. Zuletzt sind mehr als 80 Mitarbeiter positiv getestet worden.

Pforzheim - In einer Fleischfirma in Birkenfeld bei Pforzheim sind weitere mehr als 80 Mitarbeiter positiv auf das Coronavirus getestet worden. Damit steige die Zahl der Personen, die mit Covid-19 infiziert sind oder waren, auf rund 400, sagte eine Sprecherin des Landratsamtes Enzkreis am Dienstag. Das ist mehr als ein Drittel der Belegschaft von etwa 1100 Mitarbeitern. Die Ergebnisse hatte die Behörde am Montagabend veröffentlicht. Mehrere Medien berichteten darüber.

Fast 150 Mitarbeiter seien inzwischen genesen. Das bedeutet, dass sie zwar wieder zur Arbeit dürfen. Sie unterliegen aber weiter der Betriebsquarantäne und dürfen sich nur zwischen Wohnung und Arbeitsstätte bewegen, wie die Sprecherin weiter erklärte. Schon am vergangenen Freitag habe das Landratsamt daher die Auflagen für den Betrieb verschärft und etwa die Einstellung neuer Mitarbeiter für einen Monat untersagt.

Firma kündigt Pandemieplan 2.0 an

Die Firma erklärte laut Pressemitteilung des Unternehmens vom Vorabend, einen „Pandemieplan 2.0“ erarbeiten zu wollen. „Die Gesundheit der Menschen, die bei uns arbeiten, liegt uns am Herzen. Daher werden wir schnell daran arbeiten“, wurde Martin Müller, Geschäftsführer von Müller Fleisch, darin zitiert.

Die infizierten Mitarbeiter, die in beengten Wohnverhältnisse lebten, sind vom Landratsamt seit einiger Zeit in Ausweichunterkünften untergebracht. Laut Sprecherin war eine Schließung des Unternehmens - auch in Zusammenarbeit mit dem Landesgesundheitsamt - geprüft, aber verworfen worden. Dafür gebe es keine rechtliche Handhabe, solange die Firma sich an die Auflagen halte.

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