Solche Schilder weisen auf das Sportangebot für jedermann hin.Foto: Elke Hauptmann Foto:  

„Wangen beWEGt“ heißt das Projekt der SportKultur Stuttgart und soll ein Angebot gegen die Corona-Langeweile sein: Auf einer Rundstrecke durch Wangen kann man an sechs Stationen sportliche Übungen am Straßenrand ausführen.

Wangen - Wundern Sie sich nicht, wenn Sie im Kirschenweg jemanden sehen, der abwechselnd auf einem Bein oder auf beiden Beinen hüft. Und wenn derjenige wenige Meter weiter, in der Jägerhalde, mitten auf dem Gehweg scheinbar die Arme verknotet. Oder wieder ein paar Meter weiter, am Anfang der Nähterstraße, die Arme für ein paar Sekunden weit von sich streckt und sie dann minimal in schnellem Tempo auf und ab bewegt.

Lisa Riedle und Ann-Katrin Betz würden sich jedenfalls riesig freuen, wenn sie viele Wangener sehen würden, die hüpfend oder armkreisend durch den Ort laufen. Die Geschäftsführerin und die sportliche Leiterin der SportKultur Stuttgart (SKS) haben sich nämlich einen etwas anderen Open-Air-Bewegungsparcours ausgedacht: Entlang einer vier Kilometer langen Route – in 50 Minuten zu bewältigen – wurden an sechs Stellen Schilder mit einfachen Übungsanleitungen angebracht, die man mit dem geforderten Mindestabstand gut ausführen kann. Startpunkt ist beim Vereinsgelände in der Kesselstraße 30, den genauen Streckenverlauf kann man im Schaukasten in Wangen ansehen oder sich im Internet herunterladen.

Ratespiel für Kinder

„Wangen beWEGt“ heißt das Projekt der SKS und soll ein Angebot gegen die Corona-Langeweile sein, berichtet Betz. Denn: „Leider können wir noch immer nicht wie gewohnt und in vollen Umfang sportlich für unsere Mitglieder dasein.“ Die beiden Frauen haben sich daher überlegt, welche Ideen man umsetzen könnte, um jene Mitglieder und Einwohner anzusprechen, die online nicht erreichbar sind. Und damit das Angebot für Familien interessant wird, wurde es um ein Ratespiel für Kinder ergänzt: Sie sollen an den verschiedenen Stationen versteckte Hinweise finden und den ersten Buchstaben der Lösung notieren. Zusammengesetzt ergibt sich daraus ein Lösungswort. Das Ergebnis kann man per Mail an die SportKultur schicken. „Unter allen Teilnehmern verlosen wir eine tolle Überraschung“, sagt Betz.

Freilich: Noch sei kein Lösungswort eingereicht worden und ob schon jemand die Outdoortour gemacht hat, sei ihnen nicht bekannt, räumt Betz ein. Aber die Aktion habe ja auch gerade erst begonnen – und ein Ende habe man nicht festgesetzt. „Wir werden die Schilder auf jeden Fall über den Sommer hängen lassen und einfach mal sehen, wie sich die ganze Aktion entwickelt.“

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Jetzt teilen: