Zeitweise waren die Schafe der Frau auf einem landwirtschaftlichen Anwesen in der Esslinger Pliensauvorstadt untergebracht. Im Berufungsverfahren wurde das Tierhalteverbot gegen die Frau nun bestätigt. Foto: Archiv-Caroline Holowiecki

Jahrelang hat eine Frau mit ihrer Herde Flächen in der Region beweidet, bevor ihr die Tiere entzogen wurden. Im Berufungsverfahren am Stuttgarter Landgericht wird klar, wie schwerwiegend ihre Verfehlungen tatsächlich waren.

Die Liste ist so lang, dass es schwer ist, der Aufzählung im Detail zu folgen. Es geht um zahlreiche Tiere, die über eine längere Zeit teils erheblich leiden mussten. Zunächst ist von Schafen und Ziegen die Rede – eine dreistellige Zahl –, zu einem großen Teil stark vernachlässigt und verwahrlost, mitunter ohne Zugang zu Wasser und Futter, mangelernährt, von Parasiten befallen, teils mit dramatischen Infektionen und Erkrankungen. Vier Tiere mussten eingeschläfert werden. Drei Nymphensittiche werden genannt, angetroffen in einer dunklen Scheune bei vier Grad innen ohne Wasser und ohne Wärmequelle. Die Aufzählung geht weiter mit 54 Kaninchen, teils mit überlangen Krallen und Zähnen, teils krank, teils ohne Nahrung und auf verkotetem, feuchtem Untergrund. Zuletzt wird von drei Ponys berichtet, hochgradig von Parasiten befallen, ohne Wasser, mangelernährt.

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