Ein Berlinale-Plakat im Februar 2020, als die Pandemie gerade erst im Anrollen war. Foto: dpa/Christoph Soeder

Im Februar soll das größte deutsche Filmfestival stattfinden, die Berlinale. Doch angesichts der Corona-Zahlen ist der Termin kaum noch zu halten. Katrin Budde (SPD) plädiert für eine Verlegung.

Berlin - Die Vorsitzende des Kulturausschusses im Bundestag, Katrin Budde (SPD), hat für eine Verschiebung der Berlinale in den Sommer plädiert. Das finde sie sinnvoller als eine Online-Variante oder eine Absage. „Auf die Berlinale ganz zu verzichten, würde ich sehr schade finden“, sagte die SPD-Politikerin am Donnerstag. Das Filmfestival sei nichts Elitäres, sondern werde von vielen Menschen genutzt. Dort hätten Filmemacher auch die Möglichkeit, ihre Filme vorzustellen. „Netflix und Streamingdienste sind nicht alles“, sagte Budde. „Und auch keine Alternative zur Berlinale.“

Die nächste Ausgabe des Festivals ist derzeit vom 11. bis zum 21. Februar 2021 geplant. Die Festivalleitung prüft derzeit, ob das angesichts der Pandemie machbar ist. Bei den derzeitigen Infektionszahlen glaube sie nicht, dass im Februar eine Berlinale wie sonst stattfinden könne, sagte Budde. Sie ermunterte dazu, über neue Konzepte im Sommer nachzudenken.

Open-Air-Veranstaltungen möglich

Vielleicht sei eine Mischform mit Open-Air-Veranstaltungen denkbar – eventuell auch mit anderen Partnern in Deutschland. Man habe in diesem Sommer auch viele Autokinos gesehen. „Man könnte über neue Konzeptionen reden, wenn das gewünscht ist“, sagte Budde.

Derzeit sind Kinos und viele andere Einrichtungen in Deutschland geschlossen. Damit soll verhindert werden, dass sich das Coronavirus weiter ausbreitet und die Intensivstationen der Krankenhäuser überlastet werden.

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