Wilfriede Heß (links) und Ingrid Hagenlocher vor dem ehemaligen Wohnhaus der Familie Schlotterbeck in der Annastraße 6 in Luginsland. Dort ist eine Gedenktafel angebracht. Foto: Hermann G. Abmayr Filmproduktion (z)

Das Schicksal der von den Nazis hingerichteten Familie Schlotterbeck verbindet zwei Frauen. Sie sind Opfer- und Täterkind. 75 Jahre später arbeiten sie ihre verbindende Vergangenheit bei einen bewegenden Treffen auf.

Untertürkheim - Zwei Frauen stehen am Grab der Familie Schlotterbeck auf dem Untertürkheimer Friedhof. Die eine ist Wilfriede Heß, die Tochter der Kommunistin Gertrude Lutz, geborene Schlotterbeck, die ihren Bruder Hermann im Kampf gegen die Nazi-Diktatur unterstützte. Die andere, Ingrid Hagenlocher, ist die Tochter des Gestapo-Beamten Alfred Hagenlocher, der mitverantwortlich war für die Ermordung fast aller Mitglieder der Widerstandsgruppe am 30. November 1944. 75 Jahre später lernen sie sich persönlich kennen. Diese sehr emotionale Begegnung hat der Stuttgarter Filmemacher Hermann G. Abmayr mit der Kamera begleitet. Im Auftrag des Hauses der Geschichte entstand für den Erinnerungsort „Hotel Silber“ eine 30-minütige Dokumentation.

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