Zwei Punkte für die Basketballer des SV Fellbach – Travis Davis spielt beim Heimsieg am Sonntag eine wichtige Rolle. Foto: Maximilian Hamm

Die Basketballer des SV Fellbach erlauben dem Tabellenzweiten BBC Coburg nur 63 Punkte und gewinnen nach einer bemerkenswerten Vorstellung mit 78:63.

Zunächst hat Brian Butler im Spiel gegen den Tabellenzweiten BBC Coburg den Ton angegeben. Er verteidigte am Sonntagabend in der heimischen Gäuäckerhalle I konsequent und schmetterte vorn den Ball in den Korb. Doch dann schied der Basketballer des SV Fellbach verletzungsbedingt aus. Auch Mateus Rodrigues, in den Anfangsminuten mit zwei Treffern auffällig geworden, kam später nicht mehr zurück aufs Feld. Doch das war diesmal kein Problem für die Gastgeber. Sie hatten ja noch Nik Schlipf, Tyseem Lyles oder auch Mark Golder, die immer wieder Akzente setzten. Und sie hatten auch den Spielmacher Travis Davis, für gewöhnlich eher in der zweiten Reihe, der mit seiner Abwehrarbeit zum einen seine Mitspieler zu besseren Leistungen anstachelte, zum anderen aber auch die Gäste zur Verzweiflung brachte. Die Fellbacher Basketballer waren hinten energisch und vorn effektiv, deshalb setzten sie sich in der dritthöchsten Spielklasse Pro B am Ende recht deutlich mit 78:63 (39:28) durch. „Der Gegner hat nur so gut gespielt, wie wir es zugelassen haben“, sagte Kristiyan Borisov.

Der Trainer ist von der Teamleistung angetan

Der Trainer des SV Fellbach war begeistert vom Auftritt seiner Mannschaft; eine solch dominante Vorstellung hatte er sich schon lange gewünscht. Immer wieder klatschte er nach einer Aktion in die Hände, auch wenn sie nicht erfolgreich war – er würdigte damit das Engagement seiner Spieler. Klar ist auch: Würden die Fellbacher Basketballer immer so spielen, stünden sie wohl ganz oben im Klassement. Besonders angetan war Kristiyan Borisov von der Teamleistung. Der Ball flog zielsicher von Spieler zu Spieler und auch in den Korb. Die Basis für den Erfolg am Sonntag war jedoch die Defensive. „Dort hat der kleinste Mann der Welt die größte Anstrengung unternommen“, sagt der Coach und lacht; wohlwissend, dass Travis Davis tatsächlich nur – für einen Basketballer außergewöhnliche – 1,70 Meter groß ist.

Die Gäste waren überfordert

Der Gegner aus Coburg, aussichtsreicher Anwärter auf die vorderen Tabellenplätze, war offensichtlich überfordert. Er konnte sich auch in der zweiten Spielhälfte nicht zurückkämpfen, trotz der zahlreichen Distanzschützen in seinen Reihen. Diese blieben – anders als noch beim Hinspielsieg Ende Oktober des vergangenen Jahres (101:87) – überwiegend blass. Ihr Trainer Patrick Seidel konnte auch in mehreren Auszeiten nichts Entscheidendes erreichen. Der Rückstand betrug im finalen Viertel bis zu 21 Punkte.

Am Samstag spielt der SVF beim Drittletzten

Der weitere Saisonverlauf hängt bei den Basketballern des SV Fellbach nun wesentlich davon ab, ob sie ihre Leistung von diesem Spieltag in den nächsten Wochen annähernd wiederholen können. „Wenn wir die nächsten zwei Spiele gewinnen, werden wir die Aufstiegsrunde erreichen, davon bin ich überzeugt“, sagte Kristiyan Borisov. Am Samstag, 19.30 Uhr, steht zunächst die Aufgabe beim Tabellendrittletzten TV Langen auf dem Programm; eine Woche später empfangen Travis Davis und seine Mitstreiter den zuletzt sehr erfolgreichen Tabellenneunten Dresden Titans.

SV Fellbach: Schlipf (22), Lyles (15), Butler (12), Golder (11), Okafor (7), Rodrigues (5), Davis (4), Hanzalek (2), Billinger, Gerlinger.