Stuttgarts Daniel Zeller (links) versucht Gary Owens nach einem straken Wurf von Frido Fink Aus zu machen. Foto: (C) 2021 Iris Drobny

Der Baseball-Bundesligist Stuttgart Reds unterliegt den Heidenheim Heideköpfe mit 0:7 und 7:10. Im zweiten Spiel vergaben die Stuttgarter die Chance auf ein Unentschieden. Dennoch Platz drei verteidigt.

Bad Cannstatt - Der Baseball-Bundesligist Stuttgart Reds hat beide Partien gegen den amtierenden deutschen Meister aus Heidenheim verloren. Vor allem das zweite Spiel auf dem Schnarrenberg war sehr sehenswert und zum Ende hin an Spannung kaum zu überbieten.

Die erste Partie der Reds gegen die Heideköpfe fand am Freitagabend in Heidenheim statt. Zu Beginn des Spiels kam das Team um Headcoach Curtis Di Salle nicht ins Spiel: Die ersten zwölf Schlagleute der Reds konnten die Bases nicht erreichen und mussten unverrichteter Dinge ins Dugout zurück. Auf der Gegenseite konnten die Hausherren sich schnell auf den Starting-Pitcher der Reds, Toni Horvatic, einstellen und bereits im ersten Spielabschnitt mit drei Punkten in Führung gehen. Ab dem zweiten Spielabschnitt fand Horvatic ins Spiel und ließ nur vereinzelt Heidenheimer Schlagleute auf Base kommen. Das erste Stuttgarter Lebenszeichen kam erst im 5. Inning. Jonas van Bergen sorgte für den ersten Base Hit auf Seiten der Stuttgarter. Die Heideköpfe antworteten im folgenden Inning: Nach einem Base-Hit von Simon Gühring sorgte der Ex-Stuttgarter Gary Owens mit einem Homerun zum Zwischenstand von 0:5.

In Spiel 1 chancenlos

Den Reds wollte im verbleibenden Spiel offensiv nichts gegen die Heidenheimer Werfer gelingen. Lediglich Moritz van Bergen konnte noch einen Base Hit gegen Heidenheims Nachwuchswerfer Luca Hörger verzeichnen. Nach zwei weiteren Runs endete das Spiel mit 7:0 für Heidenheim. Die Baseballer des TV Cannstatt konnten im gesamten Spiel nur fünf Läufer, davon lediglich zwei per Basehit, auf die Bases bringen. Für die Highlights im sonst eher ungewöhnlich schwachen Spiel der Reds sorgte Fridolin Fink. Der Catcher der Reds konnte drei Heidenheimer Läufer auf den Bases auswerfen, was in der Bundesliga sonst eher selten zu sehen ist. Im Großen und Ganzen konnten die Reds ihr Potenzial gegen das starke Heidenheimer Pitching nicht zeigen. Lediglich die Defensive der Stuttgarter stand sicher und konnte alle möglichen Spielzüge verwandeln.

Das zweite Spiel fand am Samstag bei bestem Wetter im TVC-Ballpark auf dem Schnarrenberg statt. Die corona-bedingte Zuschauerbegrenzung auf 500 Personen wurde von den Fans nahezu vollständig ausgenutzt. Und diese sollten ein packendes Spiel erleben. Die Partie begann allerdings ähnlich wie am Abend zuvor: Die Reds lagen nach der dritten Heidenheimer Offensive bereits mit 0:4 zurück. Im dritten Inning konnten die Reds nach einem weiten Schlag von Elias Macias den ersten Run für sich verbuchen. Die Gäste aus Heidenheim konterten im Anschluss und bauten ihren Vorsprung zum Zwischenzeitlichen 7:1 nach vier Innings aus. Billy Germaine konnte, wie so oft, mit einem Homerun im fünften Inning auf 2:7 verkürzen. Im sechsten Inning schlug Garry Owens einen Drei-Run-Homerun zum 10:2. Danach sollte den Heideköpfen kein weiterer Run gelingen und die rote Aufholjagd wurde eingeläutet. Im siebten Inning konnten die Reds alle Bases besetzen. Jonas van Bergen, Xavi Gonzalez und Kruno Gojkovic konnten die Läufer jeweils eine Base weiterschieben und so drei Runs zum 5:10 erzielen. Mit etwas Glück wäre in diesem Inning noch mehr für die Baseballer des TV Cannstatt möglich gewesen. Fortuna war aber an diesem Tag keine Stuttgarterin. Während diesem Inning wurde der Schnarrenberg zum Hexenkessel. Dieser Schub trug die Reds ins achte Inning. Die Reds konnten durch Schläge von Toni Horvatic, Frido Fink und Billy Germaine auf 6:10 verkürzen. Daniel Zeller, Danilo Weber und Jonas van Bergen konnten die Bases erneut laden. Und wieder fehlte das letzte Quäntchen Glück, um die Heidenheimer entscheidend zu treffen – es gelang kein weiterer Punkt. Die letzte Möglichkeit das Spiel noch zu gewinnen, begann vielversprechend: Der eingewechselte Fabian Beck und Toni Horvatic erreichten die Bases. Ein schöner Schlag von Billy Germaine verkürze das Spiel auf 7:10. Somit trat der Punkt zum Ausgleich in Form von Daniel Zeller ans Schlagmal. Heidenheim konnte allerdings dieses letzte Aus machen. Die Reds verloren somit das zweite Spiel gegen Heidenheim mit 7:10. Das Stuttgarter Pitching in Form von Dustin Ward, Ex-Heidenheimer Marcel Giraud und Ruben Kratky machte über weite Strecken im Spiel einen guten Job, die Heidenheimer zeigten aber, warum sie wieder ein heißer Aspirant auf den Titel des deutschen Meisters sind. Mit etwas mehr Glück wäre ein Stuttgarter Sieg aber möglich gewesen.

Nun geht es für die Reds am Samstag, 19. Juni, nach Mannheim, zum Duell um Platz drei der Liga. Die Mannheim Tornados stehen mit nur einem Sieg weniger den Reds direkt im Nacken, Spannung ist also garantiert

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