Es sieht nur so aus, als würden Barack Obama und Oprah Winfrey in einem Raum sitzen. Foto: imago images/ZUMA Wire/Apple TV

Barack Obama stellt Teil eins seiner Memoiren vor. Das führt ihn auch zu Oprah Winfrey vor den Kamin. Aber ist das auch Corona-konform? Ja – durch neueste Technologie.

Washington - Oprah Winfrey und Barack Obama im vertrauten Gespräch vor dem Kaminfeuer. Moment mal, ist das denn Corona-konform? Ja, denn der frühere US-Präsident und die „Queen of Talk“ befinden sich gar nicht in einem Raum. Obama war in Washington, Winfrey in ihrem Haus in Santa Barbara. Durch die Macht der digitalen Technologie konnten die beiden bei ihrem Gespräch für AppleTV sogar füßeln – zumindest virtuell.

Auf ihrem Twitter-Account ließ Winfrey das Publikum hinter die Kulissen spicken: Obama saß vor einem so genannten „Green Screen“ und wurde digital in Winfreys Kulisse eingeblendet.

Obama, der gerade den ersten Teil seiner Memoiren „A Promised Land“ herausgebracht hat, lässt in dem Clip seinen berühmten Charme spielen: „Das ist ziemlich coole Technologie, die Ihr da habt“, sagt er, während er sich seinen Kopfhörer ins Ohr nestelt. Der 44. Präsident der Vereinigten Staaten füßelt mit Winfrey und scherzt: „Wir hätten das im Weltall machen sollen. Wir könnten auf Neptun sein – in einer Blase.“ „Sie sind in Washington und ich bin in meinem Zuhause in Santa Barbara, aber durch das Wunder der Technologie können wir in einem Raum sein und müssen nicht einmal eine Maske tragen“, antwortet Winfrey.

„A Promised Land“ schickt sich indes an, alle Rekorde zu brechen: Nur einen Tag nach dem Verkaufsstart sind Obamas Memoiren bereits auf Rekordkurs. Allein in den USA und Kanada wurden innerhalb von 24 Stunden fast 890.000 Bände gekauft - es könnte der Auftakt zu den bestverkauften Memoiren eines Präsidenten in der Geschichte werden.

Das einzige Buch eines früheren Bewohners des Weißen Hauses, das bislang einen annähernd so erfolgreichen Verkaufsstart hinlegte, stammt ebenfalls aus dem Hause Obama: Die unter dem Titel „Becoming“ veröffentlichten Memoiren von Ex-First Lady Michelle Obama. 725 000 Exemplare waren es am ersten Verkaufstag 2018. Inzwischen liegt „Becoming“ bei weltweit mehr als zehn Millionen Verkäufen.

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