Stadtteil-Hallenbäder wie das Leo-Vetter-Bad im Osten haben vom 5. Oktober an wieder geöffnet Foto: Eisenmann

Nach dem Ende der Freibad-Saison öffnen die Bäderbetriebe ihre Hallenbäder in den Stadtteilen. Auch das Bad Berg geht mit Corona-Einschränkungen in Betrieb.

Stuttgart - Darauf haben viele Fans lange gewartet: Vom 5. Oktober an ist das Mineralbad Berg wieder geöffnet. Auch viele Hallenbäder haben vom 5. Oktober an wieder geöffnet. Und dies zu den vertrauten Bedingungen wie in den Zeiten vor Corona. Gleich geblieben sind die Öffnungszeiten und das Preisgefüge beim Eintritt inklusive der bisherigen Vergünstigungsmöglichkeiten. Und vor allem: Die Kassen der jeweiligen Bäder haben geöffnet, dort können spontan Karten gekauft werden, das online-Verfahren der letzten Monate ist nicht mehr verpflichtend vorgeschrieben. Konkret geöffnet sind vom 5. Oktober an wieder die Hallenbäder Feuerbach, Sonnenberg, Vaihingen, Zuffenhausen und das Leo-Vetter-Bad im Osten.

Freibad Killesberg bis 20. September offen

Außerdem gehen die Bäderbetriebe von anhaltend schönem Wetter aus. Die Freibadsaison wird zumindest im Killesberg-Bad um eine Woche bis zum 20. September verlängert. Bei den anderen Freibädern ist an diesem Sonntag Schluss, dann wird das Personal für die Hallenbäder benötigt. Ganz ohne Corona-Einschränkungen geht es aber nicht: Nach wie vor ist die Zahl jener, die sich in einem Bad aufhalten können, eingeschränkt. Wie viele das pro Bad sind, wird derzeit noch ermittelt, das hängt von den jeweiligen Wasserflächen und Ruhemöglichkeiten ab. Das bedeutet freilich, dass es auch mal zu Warteschlangen an den Kassen kommen kann, da Online-Reservierungen nicht mehr zwingend sind. Nach Einschätzung von Jens Böhm, dem Sprecher der Bäderbetriebe, wird sich dies in Grenzen halten, da es in diesen Bädern doch weniger Ganz- oder Halbtagsbesucher gibt.

Künftig mit Sauna im Leuze

Ebenfalls neu vom 5. Oktober an ist ein Saunaangebot im Leuze. Klar ist: Auch das gibt es nur mit Einschränkungen. Dampf- und Biosaunen bleiben geschlossen, zur Bekämpfung des Virus sind höhere Temperaturen erforderlich. Und die Kabinen müssen gut lüftbar sein, was auch nicht auf alle zutrifft. Für die verbleibenden Schwitzbuden gibt es Besucherbeschränkungen, die ebenfalls noch ermittelt werden.

Klar ist aber: Ins Blockhaus, der größten Sauna im Leuze, können nicht mehr 50, 60 oder noch mehr Leute wie früher, da dürfte bei zehn Besuchern Schluss sein, so die Einschätzung des Sprechers der Bäderbetriebe. Immerhin: Es darf dann wieder Aufgüsse geben, allerdings ohne Wedeln.

Drei Zeitfenster fürs Bad Berg

Das Bad Berg muss erst mal ohne Sauna auskommen. Doch das werden die Fans verkraften. Gut vier Jahre mussten sie warten bis zur Eröffnung ihres Kultbads, zwei Jahre länger als zunächst geplant. Am 18. September ist der offizielle Abschluss der Bauarbeiten, dann wird der laufende Betrieb vorbereitet. Im Berg wie im Leuze bleibt es bei Zeitfenstern für den Eintritt, allerdings sind es jetzt drei statt bisher zwei. Und: Karten können auch hier spontan an der Kasse gekauft werden. Böhm setzt aber auch darauf, dass viele ihre Online-Registrierung nutzen, um ohne Wartezeit ins Bad zu kommen. Auch die Gastronomie im Bad Berg öffnet am 5. Oktober. „Derzeit wird an der Speisekarte gearbeitet“, so Böhm. So viel kann er schon verraten: „Im Mittelpunkt stehen vegetarische und vegane Produkte aus der Region“. Geöffnet ist auf jeden Fall die Innengastro. Und auch das ist neu: Da kann man auch reingehen und das Bad bestaunen, ohne Badegast zu sein. Ob es in diesem Jahr auch noch eine Außengastro geben wird, ist derzeit noch offen.

Auf das Stadtbad in Heslach und das Mineralbad in Bad Cannstatt kommt eine längere Ruhepause zu: Für das historische Bad im Stuttgarter Süden wurde eine Generalsanierung beschlossen. Die wird bis mindestens Ende 2021 dauern. Und in Bad Cannstatt soll es neben baulichen Verbesserungen neue Attraktionen geben wie ein Gradierwerk, also eine Anlage zur Salzvernebelung. Die Eröffnung ist jetzt im Frühjahr 2021 vorgesehen.

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