Die Insektenbeobachter bekamen besonders oft die Ackerhummel zu sehen. Foto: dpa/Patrick Pleul

Die Ackerhummel ist beim „Insektensommer“ des Naturschutzbundes Nabu auf Platz eins gelandet. In Baden-Württemberg seien rund 1150 Meldungen eingegangen.

Stuttgart - Beim „Insektensommer“ des Naturschutzbundes Nabu ist die Ackerhummel auf Platz eins gelandet. Die Initiative der Umweltorganisation richtet sich an private Naturfreunde, von denen immer mehr teilnehmen, wie der Nabu Baden-Württemberg am Freitag in Stuttgart mitteilte. So seien im Land rund 1150 Meldungen eingegangen, bundesweit waren es fast 10 000. Gezählt wurde von Juni bis August zwei Mal für je zehn Tage.

„Immer mehr Menschen schauen genauer hin, wenn es um das Schicksal dieser wichtigen Tiergruppe geht“, bilanziert Martin Klatt, beim Nabu Artenschutzreferent. Das Entdecken und Beobachten von Käfer, Hummel und anderen Arten mache aber auch einfach Spaß und sei eine tolle Beschäftigung für Familien in den Sommerferien. Im August bekamen die Insektenbeobachter neben der Ackerhummel vor allem Westliche Honigbienen und Wildbienen zu sehen, auch der Kleine Kohlweißling und die Wespe zeigten sich oft.

Die Sichtungen bieten zwar keine wissenschaftlich verlässliche Basis, helfen den Fachleuten aber dennoch - etwa im Fall des Marienkäfers. Der Nabu hatte aufgerufen, zu beobachten, ob mehr heimische Siebenpunkt- oder mehr Asiatische Marienkäfer entdeckt würden - letztere sind meist etwas größer und haben mehr Punkte. Ergebnis laut Nabu: Der heimische Marienkäfer wurde noch häufig entdeckt, sein asiatischer Konkurrent hat ihn also noch nicht verdrängt. „Hier werden die kommenden Jahre zeigen, ob sich das Verhältnis ändert oder gleich bleibt.“

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