Gerade im ländlichen Raum warten viele Verbraucher, dass die Geschwindigkeiten ihrer Internetanschlüsse steigen. Foto: Gina Sanders/stock.adobe.com

Der Glasfaserausbau kommt nicht vom Fleck. Schuld ist auch die Rosinenpickerei von Telekom & Co., meint Wirtschaftsredakteur Daniel Gräfe. Gut, dass die Kommunen künftig mehr Spielraum für den Eigenausbau bekommen.

Stuttgart - Der Breitbandausbau in Deutschland ist eine Leidensgeschichte. Wer auf dem Land lebt, kann ein Protestlied davon singen. In der Bundesrepublik sind die Unterschiede zwischen Land und Stadt auf vielen Feldern verhältnismäßig gering. Doch der digitale Graben wird eher tiefer. Auf der einen Seite wohnen die Bewohner und Unternehmer der Ballungszentren: Sie finden bereits Anschluss an die Gigabit-Gesellschaft, die Teilhabe an Telemedizin, digitaler Bildung, Streaming-Diensten und Wirtschaftswachstum verspricht. Auf der anderen leben die Landbewohner, die sich in ihrer Entwicklung zurecht ausgebremst fühlen: Internet-Videos ruckeln, das Hochladen von Daten dauert viel zu lange.

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