Katharina Sieverdings riesige Fotoarbeit „The great white Way goes black“ (1977) Foto: VG Bild-Kunst, Bonn 2021/Katharina Sieverding

Sie gilt als eine der wichtigsten Fotokünstlerinnen. Im Museum Frieder Burda in Baden-Baden kann man sich an Katharina Sieverdings Werk allerdings die Zähne ausbeißen.

Baden-Baden - Manchmal spielt einem die Fantasie Streiche. Sie setzt sich kühn in Bewegung und assoziiert. Da sieht man eine Frau in durchsichtigem Top, rote Nägel, rote Lippen und Sonnenkappe – und schon denkt man unweigerlich an reiche Gattinnen, die erst zur Kosmetikerin und dann zum Lunch in den Golfklub gehen. Ganz falsch. ­Katharina Sieverding hatte etwas anderes im Sinn: Mit dem riesigen Foto, das übrigens sie selbst zeigt, spielt sie an auf den Stromausfall 1977 in New York City. Und der Schriftzug auf dem Foto „The great white Way goes black“ bezieht sich offenbar nicht auf die Diskriminierung von Schwarzen, sondern meint schlicht: Es wurde dunkel.

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