Alex Menichini und Katrin Medde haben gut lachen. Das Duo Kanda hat drei Preise gewonnen. Foto: /Stefan Schwarz

2019 gründeten Katrin Medde und Alex Menichini das Duo Kanda, veröffentlichten Anfang 2020 ihr Debütalbum und wurden im Dezember dreifache Gewinner beim Deutschen Rock- und Pop-Preis.

Bad Cannstatt - Was für ein Jahr für Kanda. Im Januar erschien das Debütalbum des Stuttgarter/Ludwigsburger Duos, es folgten vielversprechende Liveauftritte, die gut ankamen, ein TV-Auftritt bei „Kaffee oder Tee“, ehe Corona die Bühnenpräsenz stoppte. Was Katrin Medde und Alex Menichini aber nicht aufhielt. Im Juli bewarben sie sich für den Deutschen Rock- und Pop-Preis. „Im November wurden wir per Brief informiert, dass wir nominiert sind“, erzählt Sängerin Medde. „Und kurz vor Weihnachten kam ein großes Kuvert, in dem sich drei Umschläge befanden.“ Schlagzeuger Menichini ergänzt: „Wir waren schon überrascht, dass es drei Umschläge waren.“ Umschlag 1 enthielt Platz 1 als beste Popband, Umschlag 2 Platz 2 als bestes Pop-Album und im dritten Umschlag gab es den Kulturpreis für die Förderung der Rock- und Popmusik in Deutschland. „Da waren wir völlig perplex, denn der Kulturpreis wird nur auf Empfehlung verliehen.“

Nicht alles falsch gemacht

Dankbar sind sie dafür. „Das ist eine großartige Anerkennung“, so die Stuttgarterin Medde, und zeige, „dass wir nicht alles falsch gemacht haben“, lacht Menichini. Es sei toll angelaufen. Derartige Erfolge in so kurzer Zeit – Kanda wurde 2019 gegründet – verdienen großen Respekt. Es hat toll angefangen und kann so weitergehen. Das kommende Jahr soll Kanda dann in aller Munde sein, das Kandaland noch präsenter werden. Anfänger im Musikgeschäft sind beide nicht. Schon lange bestimmt Musik ihr Leben. Katrin Medde war mit eigener Band unterwegs, Alex Menichini, geboren in Bad Cannstatt, kommt eigentlich aus der Rockecke, trommelte in diversen Bands, stieß dann auf Katrin Medde, die einen Schlagzeuger suchte.

Schnell gemerkt, dass es passt

Schnell merkten beide, das passt gut auf der Bühne, „wie die Faust aufs Auge“. Also wollten sie gemeinsam Songs schreiben, etwas Eigenes auf die Beine stellen, denn sie spürten, da geht noch viel mehr. „Wir wollen als Duo so groß wie möglich sein, was Sound- und Klangkulisse angeht.“ Also wird gemeinsam zusammengebastelt, was live zu zweit möglich ist. Da übernimmt der Schlagzeuger das Keyboard, die Sängerin spielt Gitarre, Klavier und schnappt sich auch mal die Mundharmonika. „Wir werfen die Bälle hin und her und sorgen so für eine Klangkulisse“, beschriebt Katrin Medde. Das Publikum wird dadurch eingeladen, ins Kandaland einzutreten. Denn live legen sie großen Wert auf persönliche Erfahrung mit dem Publikum. „Livespielen ist für uns immer eine sehr intime Angelegenheit.“

Produzent als Klebstoff

So entstehen auch die Songs. Einer hat eine Idee, eine Melodie, der andere ergänzt, fügt etwas dazu, es wird gemeinsam gejammt und entwickelt. Da könne viel passieren. Medde: „So werden die Bilder größer.“ Und Produzent Jörg Orlamünder sei dann der Klebstoff zwischen den beiden. Inspiration holen sie sich von überall. „Da sind wir nicht festgelegt. Man muss nur Augen und Ohren offenhalten, wenn man kreativ arbeitet“, so Menichini. Was die musikalischen Vorlieben angeht, sind beide breit aufgestellt. So spielen, singen und erzählen sie auf der Bühne und dem Album gemeinsam von den Dingen, die sie bewegen. Auf allerlei Instrumenten entsteht so ihr ganz persönlicher Soundtrack. Kanda vereinen Pop, Rock, Punk und Drama mit greifbarer Spielliebe. Der Puls im Beat – das Herz im Sound, heißt es auf ihrer Homepage. So soll es auch 2021 sein.

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