Die Fahrbahn auf der Brücke am Ebitzweg ist verengt, daher wird hier oft zügig gefahren, um Ausweichmanöver zu vermeiden. Foto:  

Seit Jahren beklagen die Eltern den gefährlichen Schulweg zur Eichendorffschule und ans „Elly“, weil die Strecke als Ausweichroute im Berufsverkehr genutzt wird. Jetzt wird die Sperrung der Ebitzwegbrücke gefordert.

Bad Cannstatt - Anfang des Jahres machten Eltern in einer Bezirksbeiratssitzung ihrem Unmut Luft. Beklagt wurde die gefährliche Situation auf dem Schulweg ihrer Kinder. Wieder einmal. Denn seit 2007 wird dies moniert. Vor allem an der Kreuzung Remstal-/Dinkelsbühler Straße/Ebitzweg gebe es häufig brenzlige Situationen. Da zwischen der Eichendorff-Gemeinschaftsschule und dem Elly-Heuss-Knapp-Gymnasium eine Kooperation besteht, pendeln Schülerinnen und Schüler zwischen den beiden Schulen. Erschwert wird die Situation dadurch, dass an beiden Schulen derzeit gebaut wird. So ist eine Gehwegseite zum „Elly“ gesperrt, es steht daher nur der schmale Gehweg auf der gegenüberliegenden Seite zur Verfügung, wo es dann zu Schulbeginn gedrängt zugeht. Wenigstens wurde ein provisorischer Zebrastreifen vor dem „Elly“ installiert. Dafür mussten die beiden Schulleiter Norbert Edel und Matthias Bolayjedoch schwer kämpfen.

Situation seit langem bekannt

Die Situation ist also bekannt. Es gab regen Schriftwechsel der Elternvertreter mit der Stadt und auch schon Begehungen mit Vertretern der Polizei und des Ordnungsamtes. Auch Bezirksvorsteher Bernd-Marcel Löffler war schon vor Ort. Getan hat sich jedoch nichts. Die Stadt verweist auf Tempo 30 in diesem Bereich, dies mache einen zusätzlichen Zebrastreifen überflüssig. Die Strecke wird als Ausweichroute des Berufsverkehrs zwischen Fellbach und Stuttgart genutzt. Zudem ist die Fahrbahn auf der Bahnbrücke eingeengt. Autofahrer wollen daher diesen Bereich zügig überwinden, um ein Rangieren im Begegnungsverkehr zu verhindern. Die unsichere Situation sorgt für ein weiteres Problem. Eltern fahren ihre Kinder daher lieber mit dem Auto zur Schule.

Sperrung wirksamstes Mittel

Als die wirksamste und am schnellsten zu realisierende Maßnahme zur Erhöhung der Verkehrssicherheit in dem Gebiet wird in einem interfraktionellen Antrag die Sperrung der Ebitzwegbrücke für den Kfz-Verkehr im Rahmen eines Verkehrsversuchs gefordert. Die Rathausfraktionen und -gemeinschaften von Grünen, FrAktion, SPD und Puls haben sich des Themas angenommen. Die Zahl der Autos würde sich durch eine Sperrung deutlich verringern, in der Remstalstraße sich der Verkehr auf Anlieger beschränken. Die Schülerschaft könnte die Ebitzwegbrücke gefahrlos queren und beim „Elly“ den Zebrastreifen nutzen. Im angrenzenden Wohngebiet Winterhalde würde sich die Verkehrssicherheit deutlich erhöhen, da der Schleichverkehr wegfällt, sind die Antragsteller überzeugt.

Klapp-Poller gefordert

Sie beantragen daher, dass im Rahmen eines Verkehrsversuchs auf der Ebitzwegbrücke ein Klapp-Poller zur Vermeidung des Schleichverkehrs angebracht wird. Darüber hinaus soll geprüft werden, ob zusätzlich zur Durchfahrtsbeschränkung eine Aufpflasterung des Kreuzungsbereichs Ebitzwegbrücke, Dinkelsbühler Straße und Remstalstraße sinnvoll ist.

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