Seit vier Jahren Brachfläche. Foto: ede

Die FrAktion forderte im Bezirksbeirat Bad Cannstatt einen Bericht der Stadtverwaltung über die Hintergründe zum Bauvorhaben in der Spreuergasse 34. Der Antrag fand keine Mehrheit.

Bereits vier Jahre ist es her, dass das markante, aber einsturzgefährdete Fachwerkhaus in der Spreuergasse, das zwischen dem 15. und 16. Jahrhundert erbaut wurde, abgerissen wurde. Der Bauherr wollte zügig bezahlbaren Wohnraum für Studierende, Auszubildende und Alleinerziehende schaffen, wurde aber ausgebremst. Bürokratische Hürden im Genehmigungsverfahren würden seit mehr als zwei Jahren den Neubau verhindern. Daher hat er sein Vorhaben auf Eis gelegt und klagt vor dem Verwaltungsgericht um eine Genehmigung (wir berichteten).

Laufendes Verfahren vor dem Verwaltungsgericht

Dies hat die FrAktion im Bezirksbeirat Bad Cannstatt dazu bewogen, einen Antrag zu stellen. Darin wird die Stadtverwaltung aufgefordert, über die Hintergründe zum Bauvorhaben auf dem Grundstück Spreuergasse 34 zeitnah Auskunft zu geben. „Angesichts der brisanten Lage auf dem Stuttgarter Wohnungsbau erscheint uns ein Verzögern eines Bauvorhabens für bezahlbaren Wohnraum nicht verständlich“, wird der Antrag begründet.

Bezirksvorsteher Bernd-Marcel Löffler verwies auf das laufende Verfahren, in dem kein Bericht im Gremium möglich sei. „Der Bauherr hat Bereitschaft signalisiert, sein Projekt dem Bezirksbeirat vorzustellen.“ Solange aber vor Gericht keine Entscheidung gefallen sei, könne das Themas nicht behandelt werden. Die Fraktionsgemeinschaft von Linke, SÖS, Piraten und Tierschutz beharrten auf Abstimmung ihres Antrages und Bericht der Verwaltung. Der Antrag fand bei fünf Ja-, zehn Nein-Stimmen und vier Enthaltungen keine Mehrheit.