Katrin Steinhülb-Joos bei Bezirksvorsteher Bernd-Marcel Löffler. Foto: /privat

Die neue Landtagsabgeordnete der SPD, Katrin Steinhülb-Joos, hat vor, alle Bezirksvorsteher ihres Wahlkreises aufzusuchen. Den Anfang machte sie bei Bernd-Marcel Löffler in Bad Cannstatt.

Bad Cannstatt - Nach der Wahl und den aufregenden ersten Wochen im Parlament hat es sich die neue Landtagsabgeordnete der SPD, Katrin Steinhülb-Joos aus Münster, zur Aufgabe gemacht, alle BezirksvorsteherInnen der Stadtbezirke im Wahlkreis kennenzulernen und mit ihnen Gespräche über die jeweils wichtigsten Themen zu führen.

Gestartet ist die Landtagsabgeordnete im größten Stadtbezirk Bad Cannstatt. Im persönlichen Gespräch mit Bezirksvorsteher Bernd-Marcel Löffler lobte dieser die Vorzeigeprojekte „Soziale Stadt Hallschlag“, das Bauvorhaben im Neckarpark, welches nach Jahren der Planung ein Gesicht bekommt und die Planungen rund um den bald fertiggestellten Rosensteintunnel. Dieser soll zu einer weitgehenden Verkehrsberuhigung in der Pragstraße, wie auch zu einer Umgestaltung und Aufwertung der Neckarvorstadt führen.

Lebendiger Charakter der Innenstadt erhalten

Gemeinsam mit dem Bezirksvorsteher wurden Handlungsfelder angesprochen. Durch den Abriss des Kaufhof-Gebäudes direkt am Wilhelmsplatz entsteht eine große Baustelle, die Auswirkungen auf die Attraktivität der Marktstraße sind offensichtlich. „Hier bedarf es vorausschauender und attraktiver Lösungen zur Stadtgestaltung, die den lebendigen Charakter der Cannstatter Innenstadt erhalten und erweitern,“ ist sich die Abgeordnete sicher. „Eine Interimsnutzung etwa für Start-ups und KünstlerInnen wäre hier wünschenswert.“

Kinder benötige Platz zum Spielen

Mit in den Landtag nimmt Katrin Steinhülb-Joos darüber hinaus den dringenden Bedarf eines Ersatzes für die „Milka-Pyramide“, den Spielplatz im Rosensteinpark. Der Abbau der bestehenden Spielgeräte ist unausweichlich und steht in Kürze bevor. Der Park ist Landeseigentum, daher wollte sich das Land an der Finanzierung eines Ersatzmodells beteiligen, wie in den Planungen eigentlich auch veranschlagt. „Hierfür möchte ich mich einsetzen, denn besonders nach den letzten Monaten des Lockdowns brauchen Kinder Platz zum Spielen.“

Lösung fürs Stadtbad

Als weiteres wichtiges kommunales Thema drehte sich das Gespräch um die Schwimmbadsituation in Bad Cannstatt. Für das alte Stadtbad braucht es dringend eine Lösung waren sich Katrin Steinhülb-Joos und Bernd Marcel Löffler sicher. „Am Ende der Grundschule”, so Steinhülb-Joos, „können laut der DLRG-Studien von 2017 knapp 60 Prozent der Grundschülerinnen und Grundschüler nicht sicher schwimmen.“ Eine Kombi-Lösung aus Schwimmbad und Turnhalle als Ersatz für die stark renovierungsbedürftige Sporthalle der benachbarten Jahn-Realschule würde hier Kapazitäten ermöglichen. Das geplante Sportbad Neckarpark liege zu weit entfernt für die Cannstatter Schulen und wäre daher keine Option. Die Kinder und Jugendlichen der 17 Cannstatter Bildungseinrichtungen hätten das Recht auf gut erreichbare und ausreichende Schwimmkapazitäten, zumal der Bildungsplan von Baden-Württemberg die Kompetenz, eine Schwimmart sicher ausführen zu können, vorsieht, betonte Steinhülb-Joos.