Diese Strandimpression als Fotokunstwerk von Pierrot Krzywinski ist neben weiteren in der Mietgalerie Nestel noch bis 26. November zu sehen. Foto: Frey Quelle: Unbekannt

(if) - Er hat drei Berufe im Laufe seines Lebens erlernt und ausgeübt, war lange Bankettkoch in namhaften Hotels in Stuttgart. Dann absolvierte Pierrot Krzywinski eine fotografische Ausbildung mit Studiopraktikas und Auftragsarbeiten als freier Fotodesigner in Produktdesign und Architektur zu Zeiten der analogen Fotografie. Heute fotografiert er auch digital. Aber er schafft Fotokunst.

In der Mietgalerie Nestel ist sie derzeit zu sehen. Krzywinskis war bis zum Rentenalter Dokumentationsassistent beim damaligen Süddeutschen Rundfunk und heutigen SWR.

Und jetzt zeigt der Stuttgarter, der in Königsberg 1944 geboren ist, seine Kunst: pastellierte Fotografie, fantastische Landschaften auf Sylt an der Nordsee aufgenommen. Durch die Prile läuft das Wasser. Die Sonne geht unter in Pastelltönen. Technische Farbmittel und die Farblandschaft ergänzen sich bestens. Der Künstler schafft es, in der ungewöhnlichen Technik die Motive weiter herauszuarbeiten.

Auch andere Motive zeigen dies. Sandformationen werden mit Blattgold geschaffen oder zu Silberwellen, woanders erhalten Nägel eine Rostpatina. Der Künstler zeigt hohes künstlerisches Innovationsvermögen. Meereslandschaften zeigen dies.

Die andere Leidenschaft Krzywinskis sind Steine. „Ich habe sie schon immer gerne gesammelt“. So baut er in sein Fotodesign einen schwarzen Obsidian, der aus einem Vulkan aus Italien stammt von der Insel Lipari. Woanders ist Vulkanstein vom Stromboli zu finden.

Auch Strukturen auf Steinen greift er auf, integriert sie mit Wurzelformationen oder arbeitet sie in ein Planetenbild ein, letzteres im Bild vom großen und kleinen Zwillingsplanet. Besonders haben es ihm Steine aus der Schweiz angetan, vom Alpenrhein, wie er berichtet. So entstehen aus den einfachen Symbolen auf Steinen Kombinationen mit chinesischen Schriftzeichen im Bild. Wasily Kandinsky mag er. Gleichermaßen eine Hommage ist dazu sein „Zeitensprung“. Er birgt surreales mit Uhr und konstruktiven Formen. Auch Objektkunst gibt es: einen Holzpilz in bizarrer Struktur auf Speckstein. Auch über Projektkästen darf der Betrachter staunen: Da fliegen am Himmel dickbauchige Fische aus Stein über dem Meer mit Fischerboot. Der Humor des Künstlers: „Der Fischer wird von den Fischen bombardiert“, sagt er.

Venedig-Bilder sind zu sehen, wiederum Fotografien, die er mit Pastellfarben übermalt hat. Da geht der Blick von der Gondel auf Bauten mit Strukturen im Marmor der Häuser oder auch zu zwei Frauen in ausladenden Kleidern im Hof.

Krzywinski ist mit seiner vielfältigen Kunst auch auf Kunstmessen unterwegs, der Art-Wiesloch, Art Innsbruck, bei der Galerie Kass in Insbruck und blickt auch auf Fotoausstellungen im Foyer des SWR, der Künstlertage Raststatt. Er hat einen ersten Preis bei „ Neubauten und Architektur“ vom Fotowettbewerb Blende 99, dem Deutscher Zeitungsleserpreis gewonnen.

Die Ausstellung in der Mietgalerie Nestel, Wilhelmstraße 17, ist bis 26.11. zu folgenden Zeiten zu sehen: Montag bis Freitag, 10 bis 19 Uhr, Samstag, 8 bis 14 Uhr, Sonntag, 10 bis 18 Uhr, www.fotobild-kreativ.de.

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