„Gefüllter Mohn“ von Anna Peters – ihr Stil war der gefälligere der beiden Schwestern Foto: Heimatmuseum Möhringen

Die Kunst war noch ein Männerberuf, trotzdem hatten die Stuttgarter Malerinnen Anna und Pietronella Peters Erfolg, auch ökonomisch. Die Galerie Abtart widmet sich nun den beiden Pionierinnen in einer Ausstellung.

Stuttgart - Was sie taten, war unerwünscht: malen. Dass Frauen die bildende Kunst zur Lebensaufgabe machten, erregte Anstoß in der gutbürgerlichen Männergesellschaft des 19. Jahrhunderts. Doch Anna und Pietronella Peters trotzten dem herrschenden Sittenkodex – und hatten Erfolg! Vor allem die Ältere, Anna. Sie gilt als eine der ersten deutschen Künstlerinnen ihres Jahrhunderts, die von der Arbeit mit Pinsel und Farbe den Lebensunterhalt bestreiten konnten. „Beide Frauen waren für ihre Zeit unglaublich starke und emanzipierte Persönlichkeiten“, sagt Irene Reichert. Soeben hat die Leiterin des Heimatmuseums Stuttgart-Möhringen die Vorbereitungen für eine Ausstellung in der Galerie Abtart beendet, die sich den zwei Pionierinnen des weiblichen Blicks widmet.

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