Willkommen im Irrgarten: Das Maislabyrinth in Alfdorf. Foto: Phillip Weingand

Hier ist der Irrweg das Ziel: Das Maislabyrinth Alfdorf ist beliebt bei Familien in der ganzen Region. Mit unseren Tipps sind Sie für einen Besuch gut vorbereitet.

Maispflanzen, so weit das Auge reicht. Plötzlich eine Kreuzung – nach rechts oder nach links? Oder waren wir hier schon einmal? Alles scheint auf den ersten Blick gleich auszusehen, wären da nicht kleine Hinweise, versteckt zwischen den scheinbar endlosen Reihen. Im Maislabyrinth bei Alfdorf tauchen Besucher ein in einen Irrgarten voller Wendungen, Sackgassen und überraschender Entdeckungen.

Seit dem Ende der 1990er-Jahre legt die Familie des Landwirts Günther Kolb jedes Jahr ein neues Maislabyrinth an. Und immer wieder ist der Irrgarten, den die Kolbs mit viel Liebe zum Detail frei mähen, anders. Das Labyrinth ist längst ein fester Bestandteil der Sommerferien für viele Familien aus dem Rems-Murr-Kreis und der Region.

Maislabyrinth in Alfdorf: Jährlich neuer Plan für den Irrgarten

Im Maislabyrinth ist eine gute Orientierung gefragt. Foto: Weingand

Seit mehr als 25 Jahren gibt es das Labyrinth. Der Standort wechselt wegen der Fruchtfolge, das Wegenetz wird immer wieder neu entworfen. Das Feld wird extra dicht bepflanzt, bevor die Gänge und Sackgassen nach einem genauen Plan in den Mais gemäht werden. In diesem Jahr ist auch ein Abschnitt mit Hanfpflanzen Teil des Irrgartens. Die duftenden Pflanzen sehen nicht nur gut aus, sondern ermöglichen auch eine andere, verschlungenere Wegführung als die hohen Maispflanzen.

Ablauf und Regeln: So funktioniert der Besuch im Maislabyrinth

Am Eingang hängen eine Kasse und Stempelkarten bereit. Gezahlt wird auf Vertrauensbasis: drei Euro für Erwachsene, zwei Euro für Kinder. Besucher nehmen eine Karte mit und versuchen, im Labyrinth sechs Stempelstationen zu finden. Dort müssen Fragen beantwortet werden – mal zu regionalen Themen, mal zum Labyrinth selbst, mal als Schätzaufgabe.

Besucher tun zur Beantwortung gut daran, sich die Details im Labyrinth gut zu merken. Und Achtung: Unter den Fragen befindet sich diesmal eine Fangfrage. In diesem Jahr muss auch wieder ein Zahlenschloss geknackt werden. Am Ende der Saison werden unter allen abgegebenen Karten Tickets für den Schwaben-Park verlost. Das Maislabyrinth hat noch bis Ende September geöffnet.

Orientierungspunkte und Überraschungen

An den Stempelstellen muss man Fragen beantworten. Foto: Weingand

Zwischen den Maisreihen, aber auch am Eingang des Labyrinths sind Figuren, Dekorationen und kleine Spiele platziert. Beliebt bei Kindern ist zum Beispiel das Maistelefon – ein quer durchs Feld verlegtes Rohr, durch das sich Besucher gegenseitig Botschaften zuraunen können. An anderen Orten entdecken die Besucher eine Trommel, rätselhafte Krähen oder eine Sonnenblumen-Allee. Solche Elemente dienen nicht nur der Abwechslung, sondern auch der Orientierung: Wer sich markante Punkte merkt, findet leichter zu den Stempelstationen und vermeidet, Wege doppelt zu gehen.

Tipps für den Besuch im Maislabyrinth Alfdorf

  • Dauer: Je nach Orientierungssinn rund 45 Minuten
  • Kosten: 3 Euro für Erwachsene, 2 Euro für Kinder
  • Schuhwerk: Feste Schuhe sind ratsam, da der Boden uneben ist und nach Regen schlammig sein kann.
  • Ausrüstung: Kopfbedeckung und Sonnencreme mitnehmen, an heißen Tagen gibt es im Labyrinth wenig Schatten.
  • Pausen: Neben dem Labyrinth steht ein Pavillon mit Bänken, Getränken und Eis – alles auf Selbstbedienungsbasis. Auch ein Toilettenhäuschen ist vorhanden.
  • Wetter: Nach starken Regenfällen kann das Labyrinth unpassierbar sein. Am besten vorab bei Familie Kolb telefonisch nachfragen (0 71 72 / 35 04).
  • Anfahrt: Bonholz 5, 73553 Alfdorf