Die Ausnahme: Elektroautos dürfen während des Ladevorgangs hier abgestellt werden. Foto: Janey Schumacher - Janey Schumacher

Ob als Privatauto oder als Teil einer Carsharingflotte – Elektrofahrzeuge sind im Stadtbezirk immer häufiger zu sehen. Doch die mit Strom betriebenen Autos – auch erkennbar am Buchstaben E am Ende des Kennzeichens – müssen regelmäßig aufgeladen werden.

Bad CannstattElektromobilität ist in. Ob als Privatauto oder als Teil einer Carsharingflotte – Elektrofahrzeuge sind im Stadtbezirk immer häufiger zu sehen. Doch die mit Strom betriebenen Autos – auch erkennbar am Buchstaben E am Ende des Kennzeichens – müssen regelmäßig aufgeladen werden. In Stuttgart gibt es dafür mehr als 100 öffentliche Stationen mit entsprechenden Lademöglichkeiten. In Bad Cannstatt befinden sich zwei davon zum Beispiel in der König-Karl-Straße.

Falschparker werden abgeschleppt

An den beiden Parkplätzen links und rechts neben der Ladesäule sind Schilder angebracht, die auf absolutes Halteverbot hinweisen. Dies gilt für alle Fahrzeugtypen, es sei denn, ein Elektroauto ist an die von der EnBW betriebene Ladesäule angeschlossen. „Es handelt sich nicht um einen freien Parkplatz für Elektrofahrzeuge“, sagt Ann-Katrin Gehrung, Sprecherin der Stadt. Auf allen öffentlich bewirtschafteten Parkflächen dagegen dürfen Elektrofahrzeuge kostenlos parken. Voraussetzung ist der besagte Kennzeichenzusatz E, der auf ein Elektro- oder Hybridelektrofahrzeug hinweist.

Der Grund für das absolute Halteverbot auf diesen Stellflächen: „Es soll gewährleisten, dass Ladestationen für Elektrofahrzeuge freigehalten werden“, sagt Heiko Willrett, Pressesprecher der EnBW. Wer das absolute Halteverbot ignoriert, muss mit einer Geldstrafe in Höhe von 15 bis 35 Euro rechnen. Ein Blick auf die Zahlen beweist, dass das widerrechtliche Parken an E-Ladestationen keine Seltenheit ist: Im Jahr 2018 wurden im gesamten Stadtgebiet 2032 Parkverstöße an E-Ladesäulen von Mitarbeitern des Ordnungsamts beanstandet. Wer im absoluten Halteverbot parkt, riskiert es übrigens – genau wie ohne Berechtigung auf Behindertenparkplätzen, in Feuer- oder Brandschutzzonen – abgeschleppt zu werden.

Kontrolliert werden die E-Ladesäulen wie alle anderen öffentlichen Parkplätze beziehungsweise Halteverbotsbereiche von der städtischen Verkehrsüberwachung: „Insbesondere in der Innenstadt und in den innenstadtnahen Stadtbezirken ist die Überwachung der E-Ladestationen ein Schwerpunkt der Verkehrskontrollen“, sagt Gehrung.

Wie lange das Fahrzeug an den Ladestationen stehen muss, bis der Akku wieder aufgeladen ist, hängt von unterschiedlichen Faktoren wie dem Fahrzeugtyp, der eingebauten Batterie oder der Außentemperatur ab. „An den Schnellladestationen der EnBW kann abgelesen werden, wie der aktuelle Ladezustand der Batterie ist und wie lange der Ladevorgang dauert“, sagt Willrett.

Ausgestattet sind die Ladestationen mindestens mit Typ-2-Steckern, die seit 2013 in Europa Standard für das Laden von Elektrofahrzeugen sind. Außerdem sind häufig auch Schutzkontaktstecker angebracht, sodass auch ältere Elektrofahrzeuge mit Adapter, Elektro-Roller oder Pedelecs aufgeladen werden können.

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