Musizieren oder den lieben langen Tag lesen, auch das könnte weitaus mehr als ein Hobby sein. Foto: pixabay

Der beste Job ist nicht immer der lukrativste. Langfristig sind Spaß am Arbeiten und das gute Gefühl, am richtigen Platz zu sein, bedeutend wichtiger. Dennoch sollte am Ende des Monats die Bilanz ausgeglichen sein.

Auch wenn der Spaßfaktor hoch ist, müssen Rechnungen bezahlt werden und im besten Falle sollte etwas übrig bleiben für langfristige Pläne und schöne Auszeiten. Egal, ob das Hobby lediglich zum Nebenjob werden oder uns den Weg aus dem krank machenden Hamsterrad namens Fulltime-Job ermöglichen soll – zunächst müssten wir prüfen, welche Möglichkeiten sich bieten.

Wer mit seinem Hobby Geld verdienen möchte, muss sich zunächst auf die Suche nach potenziellen Kunden und Auftraggebern machen. Je nach Art eignet sich dafür das persönliche Netzwerk aus Familie, Nachbarn und Freunden – doch Vorsicht, diese Beziehungen sollten nicht überstrapaziert werden. Das Schwarze Brett an strategisch wichtigen Plätzen ist seit jeher eine gute Anlaufstelle. Dazu kommen die sozialen Medien, ein Quell an Inspirationen und perfekt für erste, unverbindliche Kommunikation geeignet. Wer etwas professioneller an die Sache herangehen will, erstellt sich eine eigene Homepage. Viele Domain-Anbieter sind in der ersten Zeit zum Nulltarif buchbar. Dennoch: Die beste Homepage bringt nichts ohne Frequenz. Um im Netz sichtbar zu sein, müssen die Inhalte in den Suchportalen wie Google & Co hoch ranken. Das funktioniert am besten mit guten Texten, eindrucksvollen Bildern und einer interessanten Seite. Dazu müssen Betreiber zunächst in Vorleistung gehen, ein einziger Artikel wird kaum auf breites Interesse stoßen. Wer souverän wirken will, benötigt Referenzen und andere Seiten, die auf die eigene Homepage verlinken. Sobald die ersten Kommentare auftauchen, besteht eine Basis für erfolgversprechende Kommunikation, die im besten Fall weitere Kunden animiert. 

Kochen, backen, gärtnern – warum nicht auch für andere?

Das bisschen Haushalt hat heutzutage vielfach Seltenheitswert. Nicht jeder kann kochen oder den Garten selbst pflegen. Wie gelingt ein Hefeteig oder was tun, wenn die Rosen einfach nicht blühen wollen? Wie wird der Rasen vertikutiert und muss das wirklich sein oder ist es nur Kosmetik? Muss der Garten auf den Winter vorbereitet werden? Wer die Schwiegermutter mit einem Tortenbuffet beeindrucken will, muss nicht zwangsläufig ein Meister-Bäcker sein. Ein Blick auf das Schwarze Brett beim Supermarkt könnte die Lösung sein – und für jemand anderen ein neuer Auftrag. 

Musik, Tanz, Literatur – schöne Momente verzaubern

Musizieren oder den lieben langen Tag lesen, auch das könnte weitaus mehr als ein Hobby sein. Anderen eine Freude bereiten, zum Beispiel im benachbarten Seniorenheim für Unterhaltung und Abwechslung sorgen oder Kindern aus der Nachbarschaft Klavierunterricht geben, wird gerne vergütet, sofern die Leistung wiederkehrender Natur ist. Ein kleiner Anfang könnte ein Nachmittag in der Woche sein; so zeigt sich schnell, ob sich das Hobby wirklich zum Nebenjob mausern könnte.

Care-Arbeit – besser als sein Ruf

Mental Overload ist eine unserer größten Herausforderungen in der modernen Gesellschaft. Wer für andere kleine Aufgaben übernimmt, macht sich schnell unentbehrlich. Ein Nachbarschaftsservice, der bei Krankheiten einspringt, die Kinderbetreuung übernimmt oder auch mal Fenster putzt, gewinnt schnell neue Kunden. Viele Aufträge werden zunächst auf Probe oder lediglich im familiären Ausnahmefall vergeben, daraus lässt sich im Falle zufriedener Klienten auch langfristig eine Geschäftsbeziehung aufbauen. 

Wer sein Hobby zum Beruf macht, sollte nicht von heute auf morgen alle Brücken hinter sich abreißen und alles auf eine Karte setzen. Bedarfsanalyse und ein erstes Herantasten an die Realität bewahren vor riskanten Manövern.