Zwei bekennende Feministinnen und eine, die auf den Titel verzichtet: Angela Merkel (r.) mit Ivanka Trump (l.) und Christine Lagarde. Foto: AFP/ODD ANDERSEN

Angela Merkel hat sich nie besonders für Frauen engagiert. Eine verpasst Chance, sagen manche. Aber auch auf ihre Art hat die Kanzlerin etwas für ihre Geschlechtsgenossinnen erreicht – und es ist nicht wenig.

Stuttgart - Es war Angela Merkel sofort anzusehen, dass ihr die Frage Unbehagen bereitet: „Sehen Sie sich selbst als Feministin?“, wollte die Moderatorin wissen. Die Kanzlerin saß 2017 auf einem ausschließlich mit Frauen besetzte Podium, neben ihr die damalige Direktorin des Internationalen Währungsfonds, Christine Lagarde. Die Französin reckte angesichts der Frage triumphierend die Faust in die Höhe, wollte die zögernde Nebensitzerin sichtlich ermutigen. Doch Merkel wiegte abwägend den Kopf. Dieser Titel gebühre Frauen, die für die Gleichberechtigung wirklich etwas erkämpft hätten. Sie wolle sich nicht mit fremden Federn schmücken, kam schließlich die verlegen wirkende Antwort.

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