Andy Branca-Masa verziert Obst Foto: Edgar Rehberger - Edgar Rehberger

Andy Branca-Masa ist Obstschnitzer. das Fruit-Carving hat er vor vier Jahren in Thailand gelernt – und jetzt zwei Tage lang am Candy Schokofrüchte-Stand auf dem Volksfest demonstriert.

Bad Cannstatt Nahezu jedes Obst eignet sich dazu. Sagt Andy Branca-Masa. Er muss es wissen. Schließlich hat er vor zwei Jahren die Goldmedaille im Fruit-Carving auf der Intergastra in Stuttgart bekommen. Fruit-Carving ist die Bezeichnung für das kunstvolle Verzieren von Obst. Der Medaillengewinner, der auch an internationalen Wettkämpfen und der „Olympiade der Köche“ teilnimmt, hat die Kunst in Thailand erlernt. „Das hat dort eine lange Tradition.“ Das war vor vier Jahren. Seitdem hat er sich verbessert und weiterentwickelt. Der gelernte Koch und Küchenchef in einem Pflegeheim mit öffentlichem Restaurant in der Nähe von Zürich betreibt das Obstschnitzen nebenher. „Die Menschen mögen das. Da gibt es immer was zu schauen.“

Auch auf dem Cannstatter Volksfest bleiben die Besucher stehen und schauen ihm zu, wie er mit einem speziellen Messer – „kommt aus Thailand“ – die Früchte bearbeitet. Vor dem ersten Schnitt hat er noch kein konkretes Bild im Kopf. „Ich fange an und schaue, was draus wird.“ Zwei Tage lang hat der Schweizer, der aus dem Tessin stammt, am Stand von Christian von Berg, Obst kunstvoll bearbeitet. „Ich habe ihn auf Instagram entdeckt“, sagt der Schausteller, der den Candy Schokofrüchte-Stand betreibt. Da passt es natürlich gut dazu. „Ich würde es auch gerne fortführen.“ Es komme aber natürlich darauf ob, ob er der Obstschnitzer Zeit hat. Dieser ist zum ersten Mal auf dem Volksfest und hat schon auf der Zugfahrt nach Stuttgart die Trachtenträger bewundert, die zwischen Singen und Stuttgart nach und nach mit Ziel Cannstatter Volksfest zugestiegen sind.

Seine Kunstwerke halten nicht ewig. „Mit einer Folie abgedeckt vielleicht eine Woche.“ Deshalb schnitzt er jetzt auch an länger Haltbarem wie Kerzen. „Die Technik ist dieselbe.“ Am leichtesten bearbeiten lässt sich die Zucchini. „Die ist schön weich.“ Wassermelonen hätten eine harte Schale, die vor der Bearbeitung etwas geschält werden muss. Besonders effektvolle Ergebnisse erziele man mit Kürbissen und Papayas wegen der Farbkontraste. Auf dem Wasen hat er unter anderem mit einer Candaloup-Melone gearbeitet, verwandt mit der Honigmelone. Der Unterschied: Das Fruchtfleisch ist orange. Kleine Kunstwerke an Kiwis oder Erdbeeren werden an Besucher verteilt. Die großen Früchte stellt Christian von Berg an seinem Stand aus – solange sie frisch bleiben.

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