Sieht spezielle Sprachleitfäden an Universitäten kritisch: Markus Söder Foto: AFP/CHRISTOF STACHE

„Bayern ist ein Freistaat und kein Belehrungsstaat“, betont Markus Söder. Der CSU-Chef will jetzt Gender-Sprachregelungen an bayerischen Universitäten ins Visier nehmen.

München - Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat ein entschlossenes Vorgehen gegen Gender-Sprachregelungen an bayerischen Universitäten angekündigt. „Es kann nicht sein, dass Studenten möglicherweise eine schlechtere Bewertung bekommen, nur weil sie keine Gendersternchen verwenden“, sagte der CSU-Vorsitzende der „Augsburger Allgemeinen“ (Mittwochausgabe). „Das geht nicht, Bayern ist ein Freistaat und kein Belehrungsstaat“, betonte Söder. 

Er sehe spezielle Sprachleitfäden an Universitäten kritisch und habe den Bayerischen Wissenschaftsminister Bernd Sibler (CSU) „gebeten zu überprüfen, was es da so alles gibt“, sagte der Ministerpräsident.

„Jede und jeder darf Sprache verwenden, wie sie und er will, aber alle sollten darauf achten, Sensibilität und Respekt in der Sprache zu zeigen“, sagte Söder der Zeitung. Sprache dürfe jedoch nicht verordnet werden: „Es kann nicht sein, dass wir eine Art Gendergesetz oder Genderstrafzettel bekommen.“

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