Die Kirche St. Johannes Maria Vianney wird abgerissen und soll neu gebaut werden. Zudem entstehen am Mönchsteinplatz Wohnungen. Foto: Iris Frey - Iris Frey

Der Technikausschuss wird am 1. Oktober über die Auslegung des Bebauungsplans für das Areal auf dem Mönchsteinplatz entscheiden. Dort sollen 64 Wohnungen und die Kirche neu gebaut werden.

MönchfeldDie Tage der katholischen Kirche St. Johannes Maria Vianney sind gezählt. Sie wird Anfang nächsten Jahres abgerissen. Der offizielle Abschied wird am Sonntag, 29. September gefeiert. Indes geht die Planung für den Neubau der Kirche und den Wohnungsbau für das Areal am Mönchsteinplatz voran. So haben Vertreter des Stadtplanungsamts und der Caritas-Stiftung die Pläne für die Auslegung des Bebauungsplans im Bezirksbeirat vorgestellt. Sie zeigten nochmals die Hausaufteilungen und den Freiflächenplan mit Weg durchs Quartier. Es wird vor der Kirche Sitztreppen geben.

Peter Grau von der Caritas-Stiftung erläuterte, dass 64 seniorengerechte Wohnungen entstehen. Die Wohnungen sollen überwiegend an Menschen über 60 Jahre vermietet werden. Aufgrund des Stuttgarter Innenentwicklungsmodells (SIM) werden etwa 17 Wohnungen als geförderte Sozialmietwohnungen geschaffen. Auch ist ein Beratungszentrum respektive Pflegestützpunkt von der Caritas- Stiftung geplant. Die neue Kindertagesstätte soll vier Gruppen haben, zwei Gruppen für Kinder von null bis drei Jahren und zwei Gruppen für drei bis sechs Jahre. Geplant ist ein öffentlich zugänglicher Bereich. Auf dem Grundstück entstehen neben Kirche mit Gemeindezentrum drei Wohnhäuser für Senioren, die die Caritas-Gemeinschaftsstiftung in Kooperation mit der Grötzinger Stiftung verwirklicht. Mit dem Bau wird 2020 begonnen, sobald die Baugenehmigung vorliegt. Die Umsetzung dieser Pläne erfordert eine Änderung des Bebauungsplans. Der alte Bebauungsplan stammt aus dem Jahr 1971. CDU-Bezirksbeirätin Monika Kurfeß wollte wissen, welche Energieversorgung es in den Neubauten geben wird. Es werde eine Gasversorgung sein und auf einem Haus werde eine Photovoltaikanlage installiert. Auf die Nachfrage von SPD-Bezirksbeirätin Jana Schuster nach Fernwärme, erklärte Grau, dass das Volumen zu groß sei. Landwirtschaftsobmann Jochen Brust fragte nach Ladesäulen in der Tiefgarage für Elektrofahrzeuge. Es werde 20 Prozent E-Lademöglichkeiten geben, hieß es. Der Bezirksbeirat befürwortete die Auslegung einstimmig.

Wenn der Ausschuss für Stadtentwicklung und Technik am 1. Oktober den Bebauungsplan ebenfalls befürwortet, ist die öffentliche Auslage des Entwurfs vom 18. Oktober bis 22. November vorgesehen beim Amt für Stadtplanung und Wohnen und im Bezirksrathaus Mühlhausen, Mönchfeldstraße 35 in Mühlhausen. Im Internet gibt es unter www.stuttgart.de dazu Informationen.

Heute machen sich die Besucher um 18.30 Uhr zu einem Abschiedsspaziergang durch die Kirche auf. Es werden Bilder und Filme gezeigt. Zum Abschluss wird es ein Abendgebet bei Kerzenlicht geben. Dann werden die 15 Ministranten der Gemeinde die Nacht in der Kirche verbringen.

Am Sonntag, 29. September, wird um 10.30 Uhr, Weihbischof Gerhard Schneider die Kirche St. Johannes Maria Vianney entweihen. Dazu gehört, dass die Gemeinde am Ende in einer feierlichen Prozession aus der Kirche auszieht mit dem Allerheiligsten und auch der Marienstatue. Dann wird es keinen weiteren Gottesdienst in der alten Kirche mehr geben.

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