Die Polizei hat drei Männer festgenommen, die alte Menschen um Geld betrogen haben sollen. Foto: dpa/Roland Weihrauch

Die Polizei hat eine mutmaßliche Betrügerbande geschnappt. Die Männer sollen 18 Taten in Mannheim, Ludwigshafen am Rhein, Frankenthal, Worms und Frankfurt am Main begangen haben.

Mannheim - Weil sie sich bei alten Menschen Vertrauen erschlichen und dann Bargeld und Wertsachen gestohlen haben sollen, sind drei mutmaßliche Betrüger festgenommen worden. Gegen die 31, 34 und 50 Jahre alten Männer erging Haftbefehl, wie Polizei und Staatsanwaltschaft Mannheim am Dienstag mitteilten.

Die drei Männer sollen insgesamt 18 Taten in den Städten Mannheim, Ludwigshafen am Rhein, Frankenthal, Worms und Frankfurt am Main begangen haben. Sie wurden bei Durchsuchungen der Polizei mit einem Spezialeinsatzkommando und mehr als 80 Einsatzkräften am Montag in Neustadt an der Weinstraße und Friedelsheim in Rheinland-Pfalz festgenommen.

Die Männer sollen sich zwischen Mai und November gegenüber alten Menschen in Dachdecker-Kleidung vorgestellt und auf einen Schaden am Dach oder Kamin hingewiesen haben. Um Zugang zum Haus zu erhalten, sollen sie angeboten haben, den Schaden günstig und schnell zu beheben. Dann hätten sie ihre Opfer abgelenkt und im Haus nach Geld und Wertsachen gesucht.

100.000 Euro bei einem Fall

Unter dem Vorwand wiederzukommen, seien sie dann jeweils verschwunden. Bei einem Fall in Frankfurt erbeuteten die Männer den Angaben nach so rund 100.000 Euro. Die älteste Geschädigte der mutmaßlichen Betrüger ist laut Polizei 94 Jahre alt.

Bei den Durchsuchungen der beiden Gebäude in Rheinland-Pfalz stellten die Beamten 20 000 Euro in bar, vier Fahrzeuge im Wert von 100.000 Euro sowie mehrere Luxusuhren sicher. Wegen Flucht- und Verdunkelungsgefahr mussten die Männer in Haft. Die Ermittlungen zu möglichen weiteren Taten und Beteiligten der mutmaßlichen Bande dauerten an, hieß es von der Polizei.

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