Der Inzidenzwert in Baden-Württemberg sinkt auf aktuell 80. (Archivbild). Foto: dpa/Sebastian Gollnow

Die Zahl der Neuinfektionen in ganz Baden-Württemberg sinkt auf 80. Bundesweit verzeichnen dennoch nur Bremen (114) und Bayern (82) höhere Inzidenzen. Hier geht es zu den aktuellen Daten.

Stuttgart - Landesweit sinkt die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus weiter. Baden-Württemberg verzeichnet derzeit 80 Neuinfektionen je 100 000 Einwohner in den letzten sieben Tagen. Aktuell gibt es in Baden-Württemberg 8 922 Neuinfizierte. Im Vergleich zur Vorwoche nehmen die Neuinfektionen mit dem Coronavirus landesweit um 14 Prozent ab.

In Baden-Württemberg liegen acht Kreise über der 100er-Marke, darunter ist auch die Landeshauptstadt. Mit einem Wert von 192 verzeichnet Pforzheim landesweit den höchsten Inzidenzwert.

Die Maßnahmen zur Eindämmung der Ausbreitung des Coronavirus sind bundesweit nicht mehr an die Inzidenz gebunden. Dennoch bleibt der Wert als Gradmesser für das Infektionsrisiko und die Zahl der zu Behandelnden relevant.

In diesem Beitrag veröffentlichen wir die aktuellsten Zahlen zur Entwicklung des Infektionsgeschehens. Wir greifen dafür auf Daten des Robert-Koch Instituts sowie des Landesgesundheitsamts Baden-Württemberg zurück. Stand der Daten: 25. September, 12 Uhr.

Die aktuellen Coronaregeln

In Baden-Württemberg gibt es drei Stufen für die Maßnahmen gegen das Coronavirus. Welche Stufe gilt, bemisst sich an der Lage in den Krankenhäusern. Während die tagesaktuell ausgewiesene Rate der zuletzt ins Krankenhaus eingewiesenen Covid-19-Patienten systematisch zu niedrig angegeben wird, ist die Zahl der von Coronapatienten belegten Intensivbetten ein zuverlässiger Indikator für die Belastung des Gesundheitssystems.

Sind mehr als 250 Intensivbetten im Land belegt, greift die Warnstufe – dann gilt weiter die 3-G-Regel für die meisten Bereiche des öffentlichen Lebens, allerdings müssen Ungeimpfte einen PCR-Test vorweisen. Bei mehr als 390 belegten Intensivbetten gilt die Alarmstufe mit 2-G, Nichtgeimpfte sind dann von etlichen Aktivitäten ausgeschlossen. Aktuell sind 189 Intensivbetten belegt.

Das folgende Schaubild zeigt die Belegung der Intensivbetten in Baden-Württemberg mit Covid-19-Patienten:

Corona-Infektionen in Deutschland und Baden-Württemberg

Die per Labortest bestätigten Neuinfektionen bleiben eine wichtige Kennziffer der Pandemie. Je höher der Anteil der Infektionen, desto höher das Risiko insbesondere für Ungeimpfte, sich zu infizieren und ins Krankenhaus zu kommen. Die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz wird für die zurückliegenden sieben Tage und je 100 000 Einwohner berechnet.

Seit nunmehr über zwei Wochen verzeichnet Deutschland sinkende Infektionszahlen. Bundesweit liegt die Sieben-Tage-Inzidenz aktuell bei 61. Auch in Baden-Württemberg sinkt der Inzidenzwert nach längerer Stagnation wieder.

Das Diagramm zeigt die Sieben-Tage-Inzidenz für Deutschland und Baden-Württemberg seit Juli 2020:

Wie sich die Infektionszahlen in den kommenden zehn bis vierzehn Tagen entwickeln, lässt sich an der Reproduktionszahl (auch R-Wert genannt) ablesen. Liegt sie über 1, dann steckt ein Infizierter mehr als eine weitere Person an – die Infektionszahlen steigen. Ein Rechenbeispiel: Bei einem R-Wert von 1,2 werden aus 100 Infizierten binnen vier bis fünf Tagen 120 – und daraus wiederum in weiteren vier bis fünf Tagen 144. Nach weiteren vier bis fünf Tagen gibt es mehr als 170 Infizierte.

Das folgende Schaubild zeigt die Entwicklung des R-Werts seit Beginn der Pandemie:

Bundesweit wurden in den vergangenen sieben Tagen über 51 000 neue Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet. Die Werte verteilen sich derzeit sehr ungleich über die Bundesländer. Kein Bundesland liegt im einstelligen Bereich. Am niedrigsten ist die Sieben-Tage-Inzidenz in Schleswig-Holstein (30). Besonders hoch sind die Infektionszahlen derzeit in Bremen (114). Es ist das einzige Bundesland über der 100er-Marke.

Die folgende Tabelle zeigt die aktuellen Zahlen für die einzelnen Bundesländer. Sie können die Tabelle durchblättern, um alle Länder angezeigt zu bekommen.

Nach längerer Stagnation sinkt die Inzidenz in Baden-Württemberg seit einigen Tagen wieder. Im gesamten Land wurden 80 Neuinfektionen mit dem Coronavirus je 100 000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen gemeldet – eine Abnahme von 14 Prozent im Vergleich zur Vorwoche. Nur die Länder Bremen (114) und Bayern (82) haben eine höhere Sieben-Tage-Inzidenz.

Derzeit liegen acht Kreise im Südwesten über der 100er-Marke. Den höchsten Inzidenzwert hat Pforzheim mit 192– ein Zuwachs von 18 Prozent im Vergleich zur Vorwoche. Die niedrigste Inzidenz wurde in Heidelberg (28) verzeichnet.

In der folgenden Tabelle geben wir die jeweils aktuellsten Werte für alle Stadt- und Landkreise in Baden-Württemberg an und zeigen, wie sich die Sieben-Tage-Inzidenz in den letzten Tagen entwickelt hat. Sie können mit den Pfeiltasten die Tabelle durchblättern, um alle Kreise in Baden-Württemberg angezeigt zu bekommen.

In der Region Stuttgart liegen zwei Kreise über der 100er-Marke. Stuttgart verzeichnet 121 Neuinfektionen je 100 000 Einwohner im Wochenmittel; der Rems-Murr Kreis 101. Am niedrigsten ist die Sieben-Tage-Inzidenz im Kreis Göppingen (61).

Die Karte zeigt die Inzidenzwerte in der Region Stuttgart. Klicken Sie auf den gewünschten Kreis, um detaillierte Zahlen angezeigt zu bekommen.

Verstorbene

Die Zahl der an und mit Covid-19 Verstorbenen reagiert immer erst zeitversetzt auf die Entwicklung der Infektionen. Zurzeit sinkt die Zahl der gemeldeten Todesfälle. Wichtig zu wissen: Die Zahlen beziehen sich auf das Melde-, nicht auf das Sterbedatum.

Das folgende Diagramm zeigt die Entwicklung der mit Corona zusammenhängenden, ans RKI gemeldeten Todesfälle seit März 2020:

Impfungen

Mittlerweile gibt es für fast alle Über-12-Jährigen eine Impfempfehlung der Ständigen Impfkommission. Auch Impfstoff und Impftermine sind längst nicht mehr knapp. Seit August werden im Wochenmittel rund 70 000 Dosen pro Tag verimpft. Die Impfquote steigt somit weiter an, wenn auch nur noch langsam.

Das folgende Diagramm gibt den Anteil der einmalig und vollständig Geimpften gerechnet auf die Gesamtbevölkerung aus. Betrachtet man beispielsweise nur die Erwachsenen, dann sind knapp 80 Prozent mindestens einmal geimpft.

Dieser Beitrag wird regelmäßig aktualisiert – ebenso die Übersicht zu den Corona-Risikogebieten sowie Quarantäneregeln für Reisende.

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