Vorschau auf die kommende Börsenwoche: Die abgesackte Stellantis-Aktie bringt Autowerte unter Druck – kann sich Mercedes-Benz davon absetzen?
Alles redet wieder einmal von KI. Das liegt gerade in erster Linie daran, dass die Hightech-Schwergewichte einen Strich unter das Jahr 2025 ziehen und auch vorausschauen – zuletzt Alphabet und Amazon. Den Aktienmärkten geht angesichts der immer höheren Investitionen in Künstliche Intelligenz offenbar die Fantasie dafür aus, dass sich die Ausgaben eines Tages rechnen. Gigantische 610 Milliarden US-Dollar wollen allein die „Big 4“ (Alphabet, Amazon, Meta und Microsoft) 2026 in Rechenzentren und KI-Infrastruktur investieren – so etwas macht Anleger nervös, die Aktien werden teils massiv abgestraft. Der Markt scheint heißgelaufen. Unterm Strich, so LBBW Research, senden die Zahlen der KI-Protagonisten und die Börsenreaktionen darauf ein negatives Signal, dass es mit der Hausse zu Ende gehen könnte.
Und wie kommt man jetzt von KI auf die Automobilindustrie? Vielleicht, weil sich wichtige Börsenwerte auch auf Achterbahnfahrt befinden: Die Opel-Mutter Stellantis schreibt infolge der Korrektur ihres Elektrokurses 22 Milliarden Euro ab und rutscht tief in die roten Zahlen. Prompt sackte die Aktie am Freitag um fast 24 Prozent ab. Dies bringt auch andere Autowerte unter Druck.
Wie steht es nach der S-Klassen-Show um das Luxussegment?
Ausgerechnet in dieser Phase, am Donnerstag, legt Mercedes-Benz seine Ergebnisse vor. Für die Aktie geht es hoch und runter – mit einem Verlust von 2,8 Prozent seit Jahresanfang, aber auch mit einem Plus von 10,8 Prozent binnen zwölf Monaten. Geht die Transformation gen E-Mobilität für den Stuttgarter Autobauer ebenso zulasten der Profitabilität? Und wie steht es um das Luxussegment direkt nach der Präsentation der überarbeiteten S-Klasse? 8,5 Millionen eigene Aktien hat Mercedes seit Anfang November zurückgekauft – für den Kapitalmarkt ein Signal des Selbstvertrauens. Die Anleger können wichtige Fingerzeige erwarten.
In dieser Woche stehen zudem in den USA der Arbeitsmarktbericht am Mittwoch und die Bekanntgabe der Inflationsdaten am Freitag an – beides von Bedeutung für den geldpolitischen Kurs der US-Notenbank Fed.