Glückliche Freilandkühe sollen stärker gefördert werden. Foto: dpa/Marius Becker

Seit Jahren wird darum gerungen, wie Ökologie und Ökonomie auf Feldern und in Ställen in Einklang zu bringen sind. Das Thema braucht mehr Öffentlichkeit, kommentiert Christian Gottschalk.

Stuttgart - Grundsätzlich gilt in der Politik ja die Regel, dass diejenigen, die als erste an die Mikrofone treten, zunächst auch mal die Tonalität der Debatte bestimmen. Wenn Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner nun also in den frühen Morgenstunden, nach tagelangen Verhandlungen, von einem Systemwechsel in der Landwirtschaft spricht, dann ist das erst einmal eine Ansage. Lange Bestand haben wird sie vermutlich nicht. Die Fähigkeit zum Eigenlob gehört schließlich zu den wichtigsten Voraussetzungen für all jene, die in der Entscheidungshierarchie oben angesiedelt sind. Julia Klöckner ist in dieser Disziplin ziemlich perfekt. Und sie ist in der Vergangenheit schon immer eine brave Vertreterin bäuerlicher Interessen gewesen. Dass der von ihr und ihren europäischen Kollegen gefundene Kompromiss der Weisheit letzter Schluss ist, das darf also getrost bezweifelt werden.

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