In ihrer Regierungserklärung hat Kanzlerin Angela Merkel eingeräumt, dass sie die USA nicht von einer anderen Afganistan-Politik überzeugen konnte. Foto: AFP/Tobias Schwarz

In der Afghanistan-Debatte des Bundestags wird beklagt, dass die Evakuierung ohne die USA endet. Gerade Deutschland muss sich entscheiden, was es in militärischen Fragen will, meint unser Berlin-Korrespondent Christopher Ziedler.

Berlin - Es ist eine historische Bundestagsdebatte gewesen – nicht nur weil Angela Merkel eine der größten Fehleinschätzungen ihrer 16-jährigen Amtszeit erklären musste und die Opposition mit Recht so viel kritisieren konnte wie selten zuvor. Merkel betonte denn auch, dass Deutschland keinen Sonderweg beschritten hat, sondern das gesamte westliche Bündnis einem Trugschluss erlegen ist – was es kaum besser macht. Gleichzeitig wurde klarer als bisher, dass die Europäer in Afghanistan gerne einen anderen Weg beschritten hätten, es ohne die Amerikaner aber nicht konnten.

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