Abiy Ahmed ist seit April 2018 im Amt. Foto: dpa/B. Pedersen

Für seinen Weg der Versöhnung hat Äthiopiens Regierungschef Abiy Ahmed den Nobelpreis erhalten. Welche Rolle spielt er jetzt?

Addis Abeba - Als Abiy Ahmed im April 2018 an die Macht kam, schöpften die Äthiopier neue Hoffnung. Binnen weniger Monate ließ der mit damals 42 Jahren jüngste Regierungschef Afrikas Tausende von politischen Häftlingen frei, kündigte eine Demokratisierung des bisher äußerst autoritär geführten Staates an, berief zahlreiche Frauen in höchste Ämter und schloss Frieden mit Eritrea, das bis 1993 ein Teil Äthiopiens war. Abiy wurde in aller Welt als „äthiopischer Gorbatschow“ gefeiert: ein politischer Umgestalter, der seine Heimat aus einer jahrzehntelangen Starre befreite. Zu Recht wurde ihm vor einem Jahr der Friedensnobelpreis zuerkannt. Doch nun scheint sich der Hoffnungsträger als gnadenloser Kriegstreiber herauszustellen. Was, um alles in der Welt, ist da geschehen?

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