Übermütig: das „Memphis“-Team 1981 auf dem Bett „Masanori“ von Umeda Tawaraya – ganz rechts mit Schnauzer Ettore Sottsass Foto: Studio Azzurro, courtesy Memphis, Milano

Möbel können gute Laune machen – das wollten die Designer der „Memphis“-Bewegung beweisen und begeisterten die Welt mit Bakterienmustern und Lampen mit Krähenfüßen.

Stuttgart - Wer etwas auf sich hält, greift zu Qualität. Erlesene Materialien. Exquisites Design. Hochwertige Verarbeitung. Damit kann man punkten. Aber Möbel mit billigem Resopalfurnier? Muster, die eher für Geschenkpapier taugen, und Farben, die ins Kinderzimmer gehören? Für Ästheten und Puristen war es eine Katastrophe, was einige italienische Designer in den Achtzigerjahren unter dem Namen „Memphis“ auf den Markt brachten. Kunterbunte Verrücktheiten, Bücherregale, die man nicht ernsthaft benutzen kann. Das meiste war nicht nur unpraktisch und scheußlich, es sollte genau das sein. Offiziell nannte man das: Anti-Design.

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