Mehrere Stunden dauerte die Suche auf dem Neckar. Foto: 7aktuell.de/Niels Keller - 7aktuell.de/Niels Keller

Der Tote, den Rettungskräfte am Montagabend aus dem Neckar in Esslingen geborgen hatten, ist inzwischen identifiziert worden. Wie der Mann in den Fluss geraten ist, ist noch offen. Die Polizei schließt weder ein Gewaltverbrechen noch einen Unfall oder einen Suizid aus.

Esslingen Nach dem Fund einer Leiche im Neckar am Montagabend laufen die Ermittlungen der Kriminalpolizei auf Hochtouren. Taucher hatten den toten Mann auf Höhe des Merkel’schen Parks in Esslingen aus dem Fluss geborgen. Bereits am Dienstagvormittag stand die Identität des Toten fest. Es handelt sich bei der Leiche um einen 21 Jahre alten Mann aus Esslingen, sagte eine Polizeisprecherin am Dienstag.

Unklar sei aber nach wie vor, wie der Mann ums Leben gekommen ist. „Es wird gerade durch Zeugenaussagen und im Umfeld des Toten versucht zu ermitteln, wo uns warum der Mann ins Wasser geraten ist“, sagte Andrea Kopp vom Polizeipräsidium Reutlingen. Weder ein Suizid noch eine Gewalttat könnten bislang ausgeschlossen werden, die Ermittlungen liefen. Ob eine Obduktion angeordnet wird, war am Dienstag noch unklar. Die Region um den Fundort werde auch noch am Dienstag unter anderem mit einem Hubschrauber abgesucht.

Taucher hatten den Mann gegen 19.50 Uhr entdeckt und tot aus dem Neckar geborgen. Zeugen hatten ihn nach Polizeiangaben gegen 17.23 Uhr zunächst noch lebend in Richtung Stuttgart in der Flussmitte treiben sehen und einen Notruf abgesetzt. Eine Streifenwagenbesatzung vom Polizeirevier Esslingen war kurze Zeit später in diesem Bereich und sah nach Angaben der Polizei auf Höhe des Merkelparks die Person im Neckar treiben. Ein 24-jähriger Polizeibeamter habe sofort einen Rettungsring genommen und sei in Richtung des Mannes geschwommen, um ihn zu retten. Er erreichte ihn jedoch nicht, bevor der 21-Jährige unterging. Der Polizeibeamte wurde mit einer Unterkühlung zur Untersuchung in eine Klinik gebracht, die er inzwischen unverletzt wieder verlassen konnte.

Die Rettungskräfte der DLRG – darunter sechs Taucher – und der Feuerwehr Esslingen, die mit 27 Einsatzkräften und acht Fahrzeugen im Einsatz waren, suchten im weiteren Verlauf ebenfalls nach der Person. Zudem waren mehrere Streifenwagenbesatzungen, die Wasserschutzpolizei und ein Polizeihubschrauber an den Suchmaßnahmen beteiligt.

Wie die Wasserschutzpolizei mitteilt, sind solche Unglücksfälle die Ausnahme. Dennoch ertrinken in ganz Deutschland jährlich mehrere hundert Personen.

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