Die argentinische Nationalspieler mit Kopien der Weltmeister-Trophäe während einer Feier für die einheimischen Fans. Foto: Natacha Pisarenko/AP/dpa

Der Weltmeister absolviert sein erstes Spiel nach der WM. Es wird eine rauschende Fiesta. Messi redet, dankt und trifft. Es ist sein 99. Tor in der Albiceleste, das 800. seiner Karriere.

Buenos Aires - Lionel Messi streichelte immer wieder zärtlich den WM-Pokal, er holte tief Luft und begrüßte die über 80.000 begeisterten Fans im Estadio Monumental Antonio Vespucio Liberti. "Ich habe immer davon geträumt, mit euch zu feiern, in mein Land zu kommen und mit der Copa América, mit dem WM-Pokal", sagte er.

95 Tage nach dem Triumph von Katar im Finale gegen Frankreich stand vor jedem seiner Mitspieler auf einer Säule eine Kopie der Weltmeister-Trophäe, als Messi seine emotionale Rede mit fester Stimme an die argentinische Fußball-Nation hielt: "Das ist das Größte, was es gibt."

Danach garnierte der 35 Jahre alte Superstar und Kapitän der argentinischen Nationalmannschaft die große Weltmeister-Party in Buenos Aires mit seinem 800. Pflichtspieltor beim 2:0 gegen Panama. "Volle Party für die Seleccion", schwärmte das Sportplatt "Olé". 

Fans und Mitspieler feiern Messi

Thiago Almada brachte die Südamerikaner in der 78. Minute nach einem Freistoß von Messi gegen den Pfosten in Führung. In der 89. Minute traf Messi selbst - und wie! 

Aus 22,5 Metern nahm er mit seinem linken Fuß Maß und zirkelte den Ball über die Mauer ins gegnerische Tordreieck. "Der Beste der Welt und eine weitere historische Nacht", twitterte der Sender TyCSports, auf den Rängen feierten sie ihren Superstar mit lauten und langen Messi-Rufen. Auf dem Rasen herzte jeder Mitspieler den Kapitän für seinen 800. Pflichtspieltor im 1017. Spiel.  

Schon vor dem Anpfiff hatten Zehntausende Fans die argentinische Nationalmannschaft im Stadion von River Plate frenetisch gefeiert. Als Tango-Sänger Ariel Ardit vor Spielbeginn die argentinische Nationalhymne anstimmte, waren Messi und Torhüter Emiliano Martínez bereits zu Tränen gerührt. Trainer Lionel Scaloni kämpfte während Messis Worten mit den Emotionen. 

Am Dienstag kommender Woche absolviert Argentinien in Santiago del Estero ein weiteres Freundschaftsspiel gegen Curaçao. Messi könnte dann sein 100. Tor allein in der Nationalmannschaft schießen.