Nach Möglichkeit soll es an den umgebauten Haltestellen auch solche dynamischen Fahrgastinformationsanzeiger geben. Archiv Foto: Hauptmann Quelle: Unbekannt

Fellbach (red) - Im Frühjahr 2014 hatte Fellbachs Gemeinderat ein Programm zum barrierefreien Um- und Ausbau von Bushaltestellen beschlossen und dafür entsprechende Finanzmittel zur Verfügung gestellt. 16 Stationen wurden seither umgerüstet. Nach einer einjährigen Pause wird das Programm nun mit weiteren 17 Stationen fortgeführt.

In den Jahren 2014 und 2015 wurden insgesamt 16 Haltestellen im Stadtgebiet umgebaut. Die Kosten beliefen sich auf rund 470 000 Euro. 2016 gab es eine Pause, da sich die Kappelbergstadt erst noch um öffentliche Zuschüsse für das Programm bemühte. Nachdem nun entsprechende Fördermittel bewilligt wurden, sollen in diesem und im nächsten Jahr weitere 17 Haltestellen umgebaut werden, berichtete Bürgermeisterin Beatrice Soltys jüngst im Gemeinderat. Die fünf Haltestellen Fellbacher Straße/Karolinger Straße, Friedrich-List-Straße und Stauferstraße West werden in Verbindung mit laufenden oder anstehenden Straßenbaumaßnahmen umgestaltet. Hierfür belaufen sich die Kosten auf rund 315 000 Euro.

Die Arbeiten für die weiteren Stationen sollen Schritt für Schritt ausgeschrieben werden. In diesem Jahr stehen die Haltestellen Dieselstraße, Schwabenlandhalle, Silcherweg und Adlerweg auf dem Programm. Die Verwaltung rechnet mit Kosten von rund 415 200 Euro bei einem Zuschuss von 137 000 Euro. 2018 sollen die Haltestellen Rommelshauser Straße, Zeppelinschule, Gutenbergstraße und Daimlerstraße folgen. Hier wird mit Kosten von 244 100 Euro gerechnet, davon werden 61 000 Euro durch Zuschüsse gedeckt. Wie Soltys erinnerte, war im ursprünglichen Programm in den Jahren von 2014 bis 2019 der barrierefreie Umbau von 28 Bushaltestellen vorgesehen. Nun werden sogar 37 Haltestellen barrierefrei sein.

Die Bushaltestellen werden mit 18 Zentimeter hohen Bordsteinen ausgestattet, die einen möglichst ebenerdigen Zugang zu den Fahrzeugen ermöglichen. Für sehbehinderte Menschen gibt es Leitsysteme am Boden. Darüber hinaus erhalten die Haltestellen nach Möglichkeit dynamische Fahrgastinformationsanzeiger. Zudem sind Fahrgastunterstände vorgesehen - an manchen Stellen fehlt es dafür aber an Platz oder der Stadt stehen die notwendigen Grundstücke nicht zur Verfügung. Die Maßnahmen werden jeweils mit der Arbeitsgemeinschaft „Barrierefreies Fellbach“ abgestimmt und nach der Umsetzung auch auf Praxistauglichkeit geprüft.

Für einen attraktiven Nahverkehr seien moderne Haltestellen, die barrierefrei sind und einen Wetterschutz bieten sowie nachts beleuchtet sind, ein wichtiges Angebot, stellte Harald Raß (SPD) fest. Es gebe freilich immer noch Haltestellen, an denen es nur einen Pfosten und einen Fahrplan gebe. Die Fraktion hoffe, dass das Programm auch über 2018 hinaus fortgesetzt werde.

Ralf Bauerle von der CDU betonte, das Programm sei ein kleiner Mosaikstein für den Ausbau des Öffentlichen Nahverkehrs. Sein Fraktionskollege Erich Theile bat, beim Um- und Ausbau die innerstädtischen Bushaltestellen nicht zu vergessen. Gerade in der Bahnhofstraße und der Cannstatter Straße gebe es Stationen, die wenig attraktiv seien. Agata Ilmurzynska (Bündnis 90/Grüne) lobte, die dynamischen Fahrgastinformationen seien für die ÖPNV-Nutzer eine echte Hilfe.

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