Nächtliche Abholzaktion
An der Heilbronner Straße wurden mehrere Bäume gefällt
Stuttgart (eh) - In einer nächtlichen Abholzaktion hat die Bahn für das Projekt Stuttgart 21 gestern in der Heilbronner Straße mehrere zumeist kleinere Bäume fällen lassen. Die Arbeiten auf der Nordseite des Hauptbahnhofs verliefen nach Polizeiangaben ohne große Störungen und waren am Morgen planmäßig beendet.
Rund 300 Einsatzkräfte der Polizei haben in der Nacht zum Mittwoch im Bereich der Heilbronner Straße und am Arnulf-Klett-Platz weitere Vorbereitungsarbeiten für den Bau des unterirdischen Durchgangsbahnhofs abgesichert. Für Baumfällarbeiten war die Heilbronner Straße zwischen 21.30 Uhr und 3.30 Uhr teilweise gesperrt. Der Polizeieinsatz verlief weitgehend störungsfrei. Nur wenige Schaulustige und Projektgegner hatten die Baumfällungen beobachtet. Den Einsatzkräften war allerdings kurz vor Ende der Aktion an der Absperrung ein Mann aufgefallen, der sich verdächtig verhielt. Er wurde daraufhin kontrolliert. Bei dem 38-Jährigen fanden die Beamten eine Kletterausrüstung. Diese wurde sichergestellt. Kurze Zeit später versuchte ein 30-Jähriger, die Absperrung am Kurt-Georg-Kiesinger-Platz zu überwinden. Er konnte von Polizisten festgehalten werden. Bei der Durchsuchung des Mannes wurde ein Messer aufgefunden. Der 30-Jährige muss mit einer Anzeige wegen des Verstoßes gegen das Waffengesetz rechnen.
Kritik an der bauvorbereitenden Maßnahme kam aus den Reihen der Projektgegner, die von einer „Nacht-und-Nebel-Aktion“ sprachen, die zuvor nicht angekündigt gewesen sei.



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