INTERVIEW DIE SONGPICKERS
Drei Musiker, die in keine Schublade passen
U ntertürkheim : Die Untertürkheimer Musikgruppe tritt am 19. März im Kulturtreff auf
Die Songpickers gibt es seit acht Jahren. Am 19. März tritt die Gruppe um 20 Uhr im Kulturtreff Untertürkheim auf. Mit der Untertürkheimer Band sprach Iris Frey. Wie kam es zur Gründung der Songpickers und wer gehört dazu?
Songpickers: Als „Songpickers“ traten wir erstmals am 27.7.2002 bei einem Sommerfest im SSB-Waldheim Stutgart auf. Die Band besteht aus Yvonne Pernat, Rainer „Jimmy“ Wolf und Harald Lohse. Zur Gründung kam es durch Harald Lohse. Als er von Hamburg nach Untertürkheim zog, wollte er wieder in einer Gruppe Musik machen. Der Musiker und Gastwirt Martin Stoll vom Cafe Wahnsinn brachte Jimmy Wolf und Harald Lohse zusammmen. Einen ersten Auftritt hatten sie als „Harald und Jimmy“ mit dem Programm „Kinderlieder“ im Kulturtreff Untertürkheim am 26. Oktober 2001. Einige Tage später lernten wir Yvonne Pernat kennen. Sie sang alle Songs mit, die Jimmy und Harald zur Unterhaltung gespielt haben. Nach eingehender Überzeugungsarbeit hatte die Band am 22. Mai den ersten Auftritt als „Yvonne, Harald und Jimmy“ auf dem Wilhelmsplatz in Stuttgart.
Wer ist auf den Namen Songpickers gekommen?
Songpickers: Jimmy kam auf den Namen, der zu uns passt. Wir picken uns die Songs raus, die wir mögen, vom Text her vertretbar sind und zu unserer Ausstattung (2 Gitarren, 3 Stimmen) passen. Die Spielart der Gitarristen nennt man picking, schon ist der Name da.
Wie kam es zur Demo-CD?
Songpickers: Wir haben schon mehrmals Mitschnitte von Konzerten gemacht. Aber die hatten eher die Aufgabe, uns wissen zu lassen, wie wir uns anhören und woran wir arbeiten müssen. Die Demo-CD vom März hat auch die Aufgabe, Veranstaltern zu vermitteln wie wir spielen. Die CD wird nicht verkauft.
Es sind auf der CD relativ ruhige, harmonische Lieder, ist das so der Tenor der Songpickers?
Songpickers: In der Gruppe gibt es dank der starken, selbstbewussten Charaktere aller drei Bandmitglieder, eine große Harmonie. Bei Auftritten, ist das vom Publikum deutlich zu spüren. Die Gruppe arbeitet sehr diszipliniert und will das Publikum jenseits der „Musik mit 3 Akkorden“ unterhalten. Wir machen auch keine Tanzmusik. Unterhaltung bedeutet bei unseren Konzerten Ruhe vermitteln, dem Publikum Gelegenheit zu geben, über Songs und Moderation zu reflektieren, über Späßchen zu lachen und wenn es geht, auch laut mitzusingen und mitzuklatschen. Wenn wir merken, dass nach dem Konzert die Menschen den einen oder anderen Song vor sich summend, nach Haus gehen, wissen wir, dass wir es mitgenommen haben auf unsere musikalische Reise und sind auch glücklich. Bei den Auftritten gibt es neben den Songs Kurzgeschichten, Gedichte, Moderation, Interaktion mit dem Publikum. Das ist ein Grund warum wir nicht in "Kneipen" spielen.
In welche Musikrichtung ordnen sich die Songpickers selbst ein?
Songpickers: Hip-Hop oder ' heavy-metal ' sind wir nicht, wir sind keine Blues- oder Jazz-Gruppe,.Ich denke, das wir in keine Schublade passen, dazu ist unser Liedgut zu breit gestreut. Balladen und nachdenkliche deutschsprachliche Lieder wurden Schwerpunkte unseres Programs. Eigene komponierte Songs haben wir noch nicht. Vielleicht packen wir das auch noch.



