Karlsruhe spart
Badisches Staatstheater sieht 45 von 130 Stellen und die Dreispartenstruktur in Gefahr
Karlsruhe (lsw) - Wenn die Stadt Karlsruhe ihre Sparpläne umsetzt, fürchtet das Badische Staatstheater, 45 von 130 Stellen streichen zu müssen. Dies wäre nicht einmal zu erreichen, wenn eine komplette Sparte des Dreispartenhauses aufgegeben würde, sagte der designierte Generalintendant Peter Spuhler. „Viele Mitarbeiter haben Verträge, die bis 2014 laufen.“ Die Stadt gab unterdessen einen neuen Vorschlag bekannt: Die Zuschüsse könnten statt gekürzt auf dem Stand von 2009 eingefroren werden.
Für Spuhler, der von September 2011 an das Karlsruher Theater leitet und derzeit noch Theaterchef in Heidelberg ist, bedeutet dies jedoch keine Verbesserung. „Nach den ersten Rechnungen stellt das neue Konzept mindestens eine genauso hohe Kürzung dar wie das alte Konzept“, sagte er mit Blick auf die jüngsten Tarifsteigerungen im öffentlichen Dienst. Der Gemeinderat der Stadt Karlsruhe hatte beschlossen, die Zuschüsse für das Theater sowie das Zentrum für Kunst und Medientechnologie (ZKM) in den nächsten drei Jahren um rund fünf Prozent zu kürzen. Das Theater rechnet mit Ausfällen von sechs Millionen Euro. Spuhler sieht durch die Pläne das Staatstheater als Dreispartenhaus bedroht. Zur Disposition stünden auch renommierte Festivals wie die Europäischen Kulturtage oder die Händel-Festspiele.



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