Schrankenlösung auf Wangener Höhe angedacht
WANGEN: Sonntags-Fahrverbot wird von Autofahrern ignoriert
Das Problem ist seit Jahren ein Dauerbrenner im Stadtbezirk. Vor allem jetzt im Sommer hagelt es wieder Beschwerden im Bezirksrathaus. Auf der gesamten Wangener Höhe gilt sonntags von 12 bis 19 Uhr ein absolutes Fahrverbot. Einzige Ausnahme ist landwirtschaftlicher Verkehr. „Das sind aber lediglich Betriebe, die wirklich von der Landwirtschaft leben, nicht auch die Hobbygärtner“, betont Dietrich. Hingegen dürfen an Werktagen die Gartenbesitzer und deren Besucher sowie die Gäste der Lokale passieren. Viele wüssten davon nichts, die meisten aber ignorierten das Verbot - Anrainer wie Besucher und Spaziergänger. Einzig die Zufahrt über die Geroksruhe und die Waldebene-Ost bis wenige hundert Meter vor den Gartengrundstücken und den beliebten Ausflugslokalen ist auch am Sonntag erlaubt. Oft komme es zu hitzigen Wortgefechten, da Spaziergänger den Autos „in die Büsche“ ausweichen müssen.
Schon lange wird deshalb im Bezirksbeirat über eine mögliche Lösung diskutiert. Denn strengere Kontrollen durch den städtischen Vollzugsdienst - den früheren Feldschütz - sind aufgrund der knappen Personalmittel kaum möglich. Umso mehr verschärft sich das Verkehrschaos.
Nun soll in Absprache mit dem Vollzugsdienst, der Polizei, dem Ordnungsamt und dem Bezirksrathaus eine endgültige Lösung gefunden werden. „Eine Möglichkeit wäre eben die Schrankenlösung“, sagt Dietrich. Ein Schlagbaum an der Zufahrt zur Wangener Höhe am Friedhof und ein weiterer direkt am Rennweg könnten den Verkehr ausbremsen. Dafür müssten jedoch ähnlich wie auf der Egelseer Heide in Rotenberg ehrenamtliche Helfer gefunden werden, um die Aufgabe zu übernehmen. Vorstellen kann sich Dietrich Gartenbesitzer, Anrainer oder auch Mitglieder des Obst- und Gartenbauvereins. Vor weiteren Schritten muss aber zunächst der Bezirksbeirat im Herbst eine Grundsatzentscheidung fällen.



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