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THW-Neubau nimmt Konturen an

BAD CANNSTATT: Technisches Hilfswerk will Ende 2010 von der Reiterkaserne in die Burgholzstraße umziehen

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(uli) - Zum Jahresende hin will das Technische Hilfswerk seine Zelte im Römerkastell endgültig abbrechen und das neue Gebäude in der Burgholzstraße beziehen. Eigentlich können die Verantwortlichen den Umzug bereits fest planen, denn der Neubau, den die Stadt Stuttgart für rund 4,2 Millionen Euro erstellen lässt, macht gewaltige Fortschritte.

Viele Spaziergänger verirren sich nicht in die abgelegene Burgholzstraße. Eher schon Bürger, die mit ihrem Auto Sperrmüll im AWS-Wertstoffhof abgeben wollen. Und die staunen nicht schlecht darüber, was in unmittelbarer Nachbarschaft seit Februar entstanden ist. Denn es ist gerade einmal fünf Monate her, da erinnerte Bürgermeister Michael Föll beim Spatenstich für den Neubau an die langwierigen Verhandlungen um eine Verlagerung des THW. Nicht nur die Suche nach einem geeigneten Grundstück zog sich in die Länge, auch der Bund erwies sich einmal mehr als ein zäher Verhandlungspartner. Schlussendlich einigte er sich mit der Stadt. Und die Lösung kann sich sehen lassen. 4,2 Millionen Euro investiert die Landeshauptstadt in ein neues Verwaltungsgebäude samt Fahrzeughallen. Im Gegenzug erhält die Stadt vom Bund die bislang vom THW belegten Flächen im Römerkastell sowie das Gebäude König-Karl-Straße 5, in dem der Landesverband untergebracht ist.

Damit ist der Weg frei für die langersehnte Weiterentwicklung der Reiterkaserne. Bekanntlich soll die Steigschule in die Außen­stelle der Altenburgschule umziehen. Die Grund- und Hauptschule, die aus allen Nähten platzt, erhält im Gegenzug das Gebäude der Förderschule. Die alte Reithalle könnte zur Sport- und Veranstaltungshalle umgebaut werden. Dadurch wird an beiden Schulen das Raumproblem gelöst. Allerdings müssen sich Schüler, Eltern und Rektoren noch gedulden: Im aktuellen Doppelhaushalt der Stadt sind für die Erweiterungen keine Mittel vorgesehen.

Föll zeigte sich auch optimistisch, dass die Verhandlungen mit Klaus und Martin Scholpp positiv abgeschlossen werden können. Die Brüder, denen das Unternehmen MKM Römerkastell gehört (Besitzer der restlichen Flächen der Reiterkaserne) haben große Pläne. Sie wollen das freiwerdende Gelände des THW kaufen und zu einem Stadtteilzentrum umbauen. Das Nutzungskonzept sieht unter anderem die Ansiedlung von Einzelhandel sowie Wohnungen und Büros vor. Mehrere ansässige Mieter hätten Erweiterungsbedarf angemeldet, auch neue Nutzer hätten Interesse bekundet. An den Mauern der Reiterkaserne ist eine Öffnung des Areals hin zur Hallschlagstraße geplant. Während das alles noch Zukunftsmusik ist, so steht eines fest: Zum Jahresende hin will das THW umziehen.

 

Artikel vom 29.07.2010 © Eßlinger Zeitung

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