Zu wenige Radstellplätze beim Carré
BAD CANNSTATT: Radgruppe Stuttgart fordert mehr Abstellplätze
Erfreulicherweise steuern viele Kunden das Carré mit ihrem Fahrrad an. Das entlastet nicht nur die eh schon mit Autos überfüllte Daimlerstraße, sondern ist auch noch gut für die Umwelt. Allerdings reichen die vier Fahrradständer am Haupteingang und die 15 an der Carré-Säule an manchen Tagen bei weitem nicht aus. Denn an ihnen können maximal 38 Räder abgestellt werden. Viele Radler stellen an solchen Tagen deshalb ihr Gefährt auf der Treppe entlang des Geländers ab - zumeist ziemlich wild. Und manche lehnen es nur wenige Meter entfernt kurzerhand an ein freies Ecke der Gebäudewand und gehen dann Einkaufen.
„Insgesamt gibt es rund um das Einkaufszentrum viel zu wenige Stellplätze für Fahrräder“, sagt Peter Pipiorke, Vorsitzender der Radgruppe Stuttgart. Kein Wunder, dass gerade am Haupteingang die Zweiräder kreuz und quer abgestellt werden. Das hat sich in den vergangenen Monaten so verschlimmert, dass dort Verbotsschilder mit dem Hinweis auf die Abstellplätze bei der Carré-Säule angebracht wurden. „Doch an besucherstarken Tagen sind die ebenfalls schnell belegt“, weiß Pipiorke, weshalb er dringend für weitere Fahrradstellplätze plädiert.
Der Vorsitzende der Radgruppe Stuttgart hat dabei zwei Lösungsvorschläge parat. „Vor dem Haupteingang gibt es sechs bis sieben Stellplätze für Autos“, so Pipiorke. Da hier kostenloses Parken erlaubt ist (das gibt es tatsächlich noch in der Cannstatter Innenstadt), würde hier durch eine Umwandlung in Fahrradabstellplätze der Stadt kein Gebührenausfall entstehen. „Falls kein Geld für einbetonierte Radständer da ist - transportable tun es auch“, so der Rad-Experte mit dem Hinweis aufs städtische Tiefbauamt und deren Bestände. Und mit diesen mobilen Ständern könnte auch die Rückseite des Carrés zum Seelberg-Wohngebiet hin bestückt werden. Denn dort gibt es überhaupt keinen offiziellen „Fahrrad-Parkplatz“. Das hat jedoch seinen Grund: „Die ganze Fläche ist Brandschutzzone - hier dürfen wir leider keine Fahrradständer aufstellen“, sagt Centermanager Thomas Siemer.
Mit diesem Thema wird sich nach der Sommerpause der Bezirksbeirat befassen müssen, an den sich die Radgruppe gewandt hat. „Es muss sich etwas tun“, so der Vereinsvorsitzende. Denn Stuttgart will den Radverkehrsanteil auf 20 Prozent erhöhen. „Und dazu gehören auch ausreichend Abstellplätze.“



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