Altes Kekshaus wird abgerissen
BAD CANNSTATT: Halbe Million Euro Spendenstand erreicht
Die Patienten- und Selbsthilfeorganisation für Kinder und Erwachsene mit kranker Speiseröhre (Keks) im Sommerrain erhält ein neues Familienzentrum. Der Abriss des alten Keks-Hauses begonnen. Zudem: „Die Finanzierung des Neubaus ist gesichert“, sagt Keks-Geschäftsführer Stefan Offenbecher.
„Die Freude ist bei Keks sehr groß und wir sind dank großzügiger Förderer heute schon weiter, als wir jemals zu hoffen gewagt hatten“, erklärt Offenbecher. Die ursprünglich geplanten 900 000 Euro seien mit 500 000 Euro Spenden und 400 000 Euro Bankdarlehen finanziell gedeckt, sagt Offenbecher. 200 000 Euro als Spendenziel hat sich Offenbecher mit seinem Team noch zuversichtlich vorgenommen, damit die aufgenommene Darlehenssumme die Arbeit von Keks in den nächsten Jahren nicht zu stark belastet. „Wir haben ja ein Jahr zum weiteren Spendensammeln Zeit, denn so lange wird das Haus gebaut“, erklärt Offenbecher. Er rechnet auch mit einer Kostensteigerung für das Projekt. Keks sei deswegen auch intensiv im Gespräch mit dem Architekten, ob an der Ausstattung noch gestrichen und eingespart werden kann. Die mit dem Bau des Familienzentrums verbundenen Auflagen und Besonderheiten sind im Gegensatz zu einem Privatbau neben dem Brandschutz, Brandmeldeanlage, Einfahrtsrampe, Serverraum und Prüfstatik mit vielen Anforderungen verbunden, die Keks berücksichten muss. Derzeit wird vom Dach her das Haus stückweise abgebaut. In dieserWoche soll ein Bagger noch bei den weiteren Abrissarbeiten des Hauses helfen. Offenbecher rechnet damit, dass die Abrissarbeiten bis Ende Juli beendet sind. Das alte Keks-Haus war sehr sanierungsbedürftig und am Ende auch aus Brandschutzgründen geschlossen worden.Im August soll dann mit dem Neubau des Familienzentrums in der Sommerrainstraße begonnen werden. „Es ist ein öffentliches Gebäude“, sagt Offenbecher. Deshalb unterliege es auch anderen Richtlinien wie wenn hier beispielsweise nur ein Zweifamilienhaus gebaut werden würde. Der Keks-Geschäftsführer erklärt, dass deshalb auch so ein Gebäude teurer sei als ein normales Wohnhaus. „Das Familienzentrum wird auch Tagungs- und Büroräume haben und unterliegt dadurch anderen baurechtlichen Vorgaben“, sagt Offenbecher. Die Grundsteinlegung für das Haus ist Ende September geplant.



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