Dschungelexpedition durch den Schlossgarten
STUTTGART: Kleine Besucher entdeckten am Wochenende beim 13. „Fest für Kinder“ rund um das Spielhaus die Welt des Urwalds
(hm) - Unter dem Motto „Expedition in den Dschungel“ entdeckten Kinder am Wochenende den Regenwald. Der Untere Schlossgarten am Spielhaus verwandelte sich beim 13. „Fest für Kinder“ der Stuttgarter Jugendhausgesellschaft und des Jugendamts in einen Urwald.
Der „tropische Regen“ sei bestellt gewesen - passend zum Thema Urwald, sagte Ingrid Bauer, die Leiterin des Spielhauses. Für die Besucher wurde ein Teil des Unteren Schlossgartens in eine abenteuerliche Welt verwandelt, in der es allerhand zu entdecken gab. Das Fest wird jährlich von der Stuttgarter Jugendhausgesellschaft und dem Jugendamt veranstaltet. Viele Jugendhäuser dachten sich fantasievolle Stationen aus und gestalteten sie liebevoll. Der Eintritt war kostenlos. Wer sich vor der Urwaldexpedition stärken wollte, konnte bei Kirsten Maiba und ihren Helfern aus dem Jugendhaus Nord selbst gebackene Pizza als Proviant mitnehmen. Da zu einer Expedition eine gute Ausrüstung gehört, konnten sich die Kinder Überlebenskoffer mit selbstgebastelten Macheten und Fernglas zusammenstellen und Tropenhelme gestalten. Für die Gefahren des Urwalds gewappnet, konnte zur Entdeckungsreise aufgebrochen werden. Es galt, einen Affen aus den Fängen von Jägern zu befreien.Im Maya-Tempel konnte fair gehandelter Kakao gemahlen werden. Eine Fahrt mit der Dschungelbahn führte die Kinder durch einen Sinneswald, der mit Händen und Füßen zu ertasten war. Sie begegneten einem Überlebenstrainer und machten Buschmusik auf Holzinstrumenten. Zum Schluss wurden sie von einem Umweltschützer über die Gefährdung der Wälder aufgeklärt. Erlebnispädagogik sei neben Spiel- und Kreativangeboten wichtiger Bestandteil des Programms, so Bauer. Die Station „Der Regenwald brennt - die Welt pennt?“ informierte über die drohende Zerstörung des Urwalds. „Da muss ich etwas dagegen tun“, sagte die siebenjährige Antonia und pflanzte symbolisch ein Samenkorn.



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