Sanierungsarbeiten am Straßenbahndepot gestartet
BAD CANNSTATT: Alte Hallenzeile wird abgerissen und Altlast für rund 1,6 Millionen Euro entfernt
Im alten Straßenbahndepot an der Daimlerstraße haben die Sanierungsarbeiten begonnen. Außerdem soll eine Altlast aus der Zeit von vor 1920 entfernt werden. Die Maßnahme kostet ersten Schätzungen zufolge rund 1,6 Millionen Euro, wie Friedrich Renk, Architekt bei der SSB AG, erklärt.
Die Stuttgarter Straßenbahnen AG führt die Arbeiten im Auftrag der Stadt durch. Die genauen Kosten seien noch unklar, da es bei den Arbeiten noch einige Unbekannte gibt. Abgebrochen werden eine Werkstatt und eine Hallenerweiterung. Die Werkstatt ist 50 Meter lang und 25 Meter breit, die untere Abstellhalle ist 38 Meter lang und 16 Meter breit. Bagger haben schon das Dach abgetragen. Nun ist nur noch das Betonskelett zu sehen.Direkt an die Straßenbahnwelt, das Museum der SSB in der Elwertstraße, grenzen die Hallen an, die nun abgerissen werden. Im alten, denkmalgeschützten Teil ist das Straßenbahnmuseum untergebracht. In den neueren Hallen, die entfernt werden, existiert allerdings ein Altlastenproblem. „Im Bereich beider Teile gibt es eine Teerlinse“, sagt Renk. Diese wird noch näher untersucht, Erkundungsprobungen sind vorgesehen. Die Teerlinse im Untergrund stammt aus der Zeit, als auf dem Gelände das städtische Gaswerk stand, weiß der Architekt. Die Teerlinse sei damals bei der Stadtgasproduktion entstanden. 1967 wurden die Hallenteile gebaut, die nun abgebrochen werden. Welche genaue Zusammensetzung die Linse habe, konnte Renk nicht sagen.Die Teerlinse sei etwa so groß wie die beiden Teile, die nun auf dem Gelände der SSB abgerissen werden. Die Arbeiten werden ungefähr noch vier Wochen andauern, schätzt der Architekt. Was dann auf dem Gelände weiterentwickelt werde, sei noch unklar. Das Amt für Stadtplanung und Stadterneuerung sei hiermit befasst. Heinz Sonntag vom Amt für Stadtplanung und Stadterneuerung erklärte, dass es für den Bereich eine Rahmenkonzeption gebe. So sei schon vor vielen Jahren geplant worden, eine Durchgangsmöglichkeit zwischen den Gebäuden Glöckle und dem SSB-Depot zu schaffen. „Durchwege hier anzulegen, ist ein Problem, weil es sich um private Flächen handelt“, so Sonntag. Da das in unmittelbarer Nähe geplante Mobilitätserlebniszentrum auf Eis liege, sei noch unklar, wie dort Übergänge geschaffen werden. „Dazu steht nichts auf der Tagesordnung“, so Sonntag. Die Wegebeziehung sei jedoch wichtig. Es soll eine sinnvolle Verbindung und Begrünung geschaffen werden, erklärt der Stadtplaner.



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