Apassionata - keine reine Mädchensache
BAD CANNSTATT: Pferde-Gala verzauberte am Wochenende ein bunt gemischtes Publikum
(im) - Seit November vergangenen Jahres touren die Pferde und Artisten der berühmten Familienshow Apassionata durch rund 30
Städte Deutschlands, Österreichs und der Schweiz. Am vergangenen Wochenende verzauberte die Gala mit insgesamt vier Shows
in der Hanns-Martin-Schleyer-Halle die Sinne der großen und kleinen Besucher. Dabei wurde deutlich: Apassionata ist nicht
nur etwas für Mädchen.
Dies zeigte sich nicht nur in der gut gemischten Zuschauermenge, in der junge Damen tatsächlich eher die Ausnahme machten. Auch die zehnjährige Maraike Schütt aus Bad Cannstatt ist felsenfest überzeugt: „Mein Papa findet die Show genauso toll wie ich - der hatte ja auch die Idee, hierher zu kommen.“ Sowohl Frauen als auch Männer können in eine Erlebniswelt eintauchen, die weit mehr zu bieten hat als nur Pferde. Die Show „Zauber der Freiheit“ zeigt: Apassionata ist Leidenschaft, Magie, Rasanz. Neben dem Pferde-und-Mädchen-Klischee räumte der Moderator zu Beginn der Show mit einem weiteren Irrglauben auf. Man müsse in Gegenwart von Pferden nicht bedächtig und leise sein - „Apassionata-Pferde wollen tosenden Beifall hören!“ Somit machten die Zuschauer ordentlich Krach, als die insgesamt 16 Showtiere gemeinsam mit der belgischen Pferdeflüsterin Sylvie Willms auf den Hinterhufen sprangen, Pirouetten drehten, waghalsige Stunts präsentierten oder in „Freiheitsdressuren“ eine magische Natürlichkeit zeigten. Doch nicht nur Pferde spielen in der leidenschaftlichen Geschichte von „Sam“ (Marius Sverrisson) und „Claire“ (Alessandra Bizzarri) eine Rolle. Weitere Stars sind die zwei störrischen Esel „Coco“ und „Basile“, die sich schon einmal tot stellen und sich dabei selbst durch Ziehen und Schieben keinesfalls beirren lassen. Und sie beweisen, dass sie den Pferden im Dressurreiten in Nichts nachstehen. Die Herzen im galoppierenden Sturm erobert hat sicherlich auch der Überraschungsgast namens „Sun-Li“ - ein kleines Schwein, das unter lautem Applaus die Arena in Beschlag nahm. Neben atemberaubender Akrobatik auf und um Pferde, auf dem Boden sowie in der Luft, war auch musikalisch Einiges geboten. Die eigens komponierte Musik sowie die „Voice of Apassionata“ der isländischen Star-Sopranistin Arndis Halla fanden in einem Meer voller Seifenblasen besten Anklang. Die Liebesgeschichte um „Sam“ und „Claire“ beginnt in ihrer idyllischen Kindheit in einem abgelegenen Tal umgeben von unberührter Natur. Die Jahre ziehen ins Land und die Unbeschwertheit ihrer Jugend wird einzig und allein von den Urkräften der Natur gestört - grollende Gewitter und vernichtende Feuer. Die große Vertrautheit zu den Pferden und der Natur verbindet die Beiden jedoch auf nahezu magische Weise und schon bald merken sie, dass aus einer anfänglich romantischen Träumerei Liebe geworden ist.Dass „Zauber der Freiheit“ eine Show ist, die nicht so schnell langweilig wird, bekräftigen auch Elisabeth und Volker Weimann, die aus Tübingen nach Bad Cannstatt angereist waren und bereits zum dritten Male von der Show begeistert sind: „Einfach Wahnsinn dieses Zusammenspiel von Mensch und Pferd. Vor allem wenn man selbst ein bisschen reiterfahren ist, ist die Show wirklich beeindruckend.“ Wer die nächste Gala nicht verpassen möchte, sollte sich den 5. März 2011 vormerken - dann ist das internationale Ensemble der Apassionata erneut in der Schleyerhalle zu Gast.



