32 Geschäfte als seniorenfreundlich zertifiziert
WANGEN: Stadtseniorenräte nahmen Einzelhandelsbetriebe und Dienstleister im Ort unter die Lupe
Innerhalb der Landeshauptstadt ist Wangen bereits der sechste Stadtbezirk, in dem der Stadtseniorenrat die Geschäfte aus Sicht der älteren Mitbürgerinnen und Mitbürger angeschaut haben. „Natürlich nur mit Einverständnis der Geschäftsinhaber und in Kooperation mit dem örtlichen Handels- und Gewerbeverein. Mit der Aktion sowie der Zertifizierung soll beim Einzelhandel auch auf Veränderungen hingewirkt werden. Schließlich stellen die älteren Menschen eine immer größere Kundengruppe dar“, sagt Werner Schüle, der stellvertretende Vorsitzende des Stadtseniorenrats Stuttgart. Der Aufkleber an der Eingangstür solle dem Kunden signalisieren, dass er hier einen seniorenfreundlichen Betrieb erwarten könne. Gleichzeitig sollen die Sinne und das Bewusstsein der Geschäftsinhaber oder des Personals geschärft werden.
Die wertvolle Zertifizierung ist nicht nur kostenlos, sondern die ehrenamtlichen Gutachter machen die Betriebe auch auf Verbesserungsmöglichkeiten aufmerksam. Mit einem vom Landesseniorenrat ausgearbeiteten Kriterienkatalog besuchten die Stadtteildelegierten Hannelore Denneler, Roswitha Kretschmer und Manfred Glemser die Geschäfte. „Der Katalog ist in fünf Blöcke eingeteilt. Einer der wichtigsten ist dabei der Umgang des Personals mit den älteren Kunden“, sagt Schüle. Denn gerade bei allein lebenden Seniorinnen und Senioren erfülle der Einkauf und das angeschlossene „Schwätzchen“ auch eine soziale Aufgabe. Auch die Barrierefreiheit sei geprüft worden. Dort, wo es aus baulichen Gründen nicht gehe, könnte ein stabiler Handlauf oder eine Glocke an der Treppe helfen, an der sich die mobilitätseingeschränkten Kunden melden können. Angenehm seien auch Bänke oder Stühle, auf der sich die Verbraucher ausruhen können. Ein weiterer Block bildet das Angebot selbst. Kleinere Packungsgrößen für Alleinlebende, die Aufstellung der Waren in Höhe der Arme und ein Lieferservice machen Senioren den Alltag leichter. „Nur zwei Geschäfte mussten wir ablehnen. Die meisten erreichten mehr als neun von elf möglichen Punkten“sagt Schüle. Mit den Stadtseniorendelegierten und Bezirksvorsteherin Beate Dietrich konnte er 32 Vertretern der Geschäfte - darunter auch ausländische Besitzer - zur Auszeichnung „Seniorenfreundlicher Service“ gratulieren.



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