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G9 - Staatsministerium greift ein

Stuttgart - Das Staatsministerium hat sich massiv in die Auswahl der Gymnasien eingemischt, die wieder das Abitur nach neun Jahren einführen dürfen. In einem Brief an das Kultusministerium pocht die Regierungszentrale darauf, dass grundsätzlich nur vierzügige Gymnasien einen Antrag auf G9 stellen können. Ausnahmen von dieser Regel soll es lediglich dort geben, „wo es keine vierzügigen Schulen“ gibt, heißt es in dem Schreiben, das der Nachrichtenagentur in Stuttgart vorliegt.
„Des Weiteren müssen diese kleinen Schulen dann komplett nach G9 zurückkehren“, schreibt der zuständige Ministerialdirigent Claus Eiselstein an die Amtschefin im Kultusministerium, Margret Ruep. Größere Gymnasien sollen parallel achtjährige und neunjährige Züge anbieten dürfen.
Das Kultusministerium hatte jüngst dem Städtetag zugesagt, die Regel flexibel auslegen zu wollen. Hintergrund ist, dass es in Ballungsräumen kaum Gymnasien mit vier Klassen pro Jahrgang gibt. Ministerpräsident Winfried Kretschmann und die Grünen-Fraktion hatten dem Schulversuch nur widerwillig zugestimmt. Sie halten es für wichtiger, das achtjährige Gymnasium zu verbessern und die neue Gemeinschaftsschule voranzubringen, an der dann das Abitur nach neun Jahren abgelegt werden kann.
Insgesamt soll es 44 Schulversuche für die 44 Stadt- und Landkreise geben. Im Schuljahr 2012/13 sollen die ersten 22 Modellschulen an den Start gehen.

 

Artikel vom 23.02.2012 © Eßlinger Zeitung

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