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Fritz Kuhn will grüner Oberbürgermeister werden

Der 56-Jährige ist zur Kandidatur bereit - Treffen mit Findungskommission nächste Woche

  Fritz Kuhn will zurück nach Stuttgart - als neuer Oberbürgermeister?
 

Fritz Kuhn will zurück nach Stuttgart - als neuer Oberbürgermeister?

 

Stuttgart (eh) - Der Vizefraktionschef der Grünen im Bundestag, Fritz Kuhn, will Oberbürgermeister in Stuttgart werden. Der 56-Jährige hat gestern seine grundsätzliche Bereitschaft zur Kandidatur bei der Wahl im Herbst erklärt. Die Findungskommission der Partei will die Personalie nächste Woche entscheiden.

Fritz Kuhn ist der Wunschkandidat der Stuttgarter Grünen - die Findungskommission hatte seine Bewerbung ausdrücklich erwünscht. Nach einigen Tagen Bedenkzeit hat Kuhn nun Bereitschaft signalisiert. „Ich persönlich bin sehr froh über die Entscheidung“, sagt der Kreisvorsitzende Philipp Franke. „Fritz Kuhn hat sich als Politiker schon viele Meriten erworben und kennt Stuttgart sehr gut.“ Dass die Findungskommission seine Bewerbung unterstützen wird, gilt als sicher - was die Ambitionen anderer möglicher Interessenten zunichte machen dürfte. Zuletzt wurde noch Verwaltungsbürgermeister Werner Wölfle als potenzieller Kandidat gehandelt. Beim Treffen des Gremiums am kommenden Donnerstag sollen die nächsten Schritte besprochen werden, so Franke. Bei der Mitgliederversammlung am 15. März wollen die Grünen ihren OB-Kandidaten küren. Franke ist überzeugt, dass Kuhn bei der Basis, die das letzte Wort hat, sehr gut ankommen wird. Und nicht nur dort. „Er kann Brücken schlagen“, sagt er in Anspielung auf das umstrittene Thema Stuttgart 21. Natürlich, so Franke, habe Kuhn eine Meinung zu diesem Thema - in der Zeit als Landtagsabgeordneter setzte er sich intensiv mit dem Vorhaben auseinander. Doch er sei, nachdem er im Jahr 2000 in die Bundespolitik gewechselt war, in die Querelen um das Bahnprojekt nicht eingebunden gewesen. Diese Distanz sei von Vorteil, meint Franke. Zudem sei Kuhn, eines der Gründungsmitglieder der Grünen in Baden-Württemberg, ein anerkannt profilierter Politiker. Er gilt als Wirtschafts- und Finanzexperte. Kuhn stammt aus Bad Mergentheim, ist verheiratet und hat zwei Kinder. Er war zwölf Jahre lang Abgeordneter des Landtags und Fraktionsvorsitzender der Grünen und lebte in dieser Zeit in der Landeshauptstadt. Von 2000 bis 2002 war Kuhn Bundesvorsitzender der Grünen, seit 2002 sitzt er im Bundestag. Die Stuttgarter Grünen rechnen sich gute Chancen aus, bei der OB-Wahl am 7. Oktober den Chefsessel im Stuttgarter Rathaus erobern zu können. Die Landeshauptstadt gilt als Grünen-Hochburg, die Partei ist seit 2009 die stärkste Fraktion im Stadtparlament. Die Nachricht von Kuhns möglicher Kandidatur hat den politischen Gegner aufgeschreckt. Der Kreisvorsitzende der Stuttgarter CDU, Stefan Kaufmann, twitterte am Abend seinen Kommentar: „Fritz Kuhn als Grünen-Kandidat? Sicherlich kein Aufbruchsignal für unsere Stadt. Zukunft geht anders - mit Kreativität und Unternehmergeist.“ Kaufmann hatte den parteilosen, früheren Chef der Werbeagentur Scholz & Friends, Sebastian Turner, als CDU-Kandidat vorgeschlagen. Führende Parteimitglieder sprechen sich für Ex-Sozialminister Andreas Renner aus.

 

Artikel vom 04.02.2012 © Eßlinger Zeitung

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Leser-Kommentare (1)

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05.02.2012 10:49 von Ein interessierter Bürger

Nichts gegen erfahrene Menschen mit einem entsprechenden Alter.

Aber Stuttgart braucht eine(n) OB, der/die mindestens zwei ganze!! Amtszeiten durchhalten kann (sofern die Person wiedergewählt wird)

Herr Kuhn kann kraft Gesetz nur eine ganze und bei einer Wiederwahl noch eine halbe Amtszeit agieren.

Das ist zu wenig!


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