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16-Jähriger in Esslingen nach versuchter Tötung festgenommen

Esslingen (pol) - Wegen versuchten Totschlags ermitteln zurzeit die Staatsanwaltschaft Stuttgart und die Polizeidirektion Esslingen gegen einen 16-jährigen türkischen Staatsangehörigen. Er wird verdächtigt, einen 22-Jährigen mit einem Messer schwer verletzt zu haben.

Gegen 21.50 Uhr am Mittwochabend warteten vier Freunde am Esslinger Busbahnhof auf einen Bus. Plötzlich trat der 16-jährige Tatverdächtige an einen 18-Jährigen aus dem Quartett heran und schlug ihm ins Gesicht. Außerdem versuchte der Jugendliche sein Opfer mit einem Messer zu erstechen. Der 18-Jährige flüchtet in Richtung Stadtmitte und wurde dabei vom Täter und mehreren jungen Männern verfolgt. Die Flucht führte auch durch zwei Imbisse. Ein 22-Jähriger und ein weiterer Freund wollten daraufhin ihrem Kumpel zu Hilfe kommen. Bei der Suche nach ihm trafen sie in der Nähe der Eisdiele am Schelztorturm auf den Tatverdächtigen und zwei seiner Bekannten. Dort kam es zu einer Auseinandersetzung wobei der 16-Jährige dem 22-Jährigen eine schwere Stichverletzung mit einem Messer zufügte. Anschließend flüchteten die Angreifer. Der 22-Jährige ging anschließend in einen Imbiss, in welchen sein 18-Jähriger Freund geflüchtet war und bereits die Polizei verständigt hatte. Dort stellten die Beamten die schwere Stichwunde und einige Abwehrverletzungen fest. Der 22-Jährige wurde mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht. Es bestand keine Lebensgefahr. Auch der 18-Jährige wurde bei diesem Vorfall leicht verletzt.

Der Tatverdächtige konnte nur wenig später im Rahmen der Fahnung auf dem Schulsportplatz eines Gymnasiums in der Nähe des Tatorts festgenommen werden. Er hatte ein Messer dabei. Ob es sich dabei um die Tatwaffe handelt, ist noch nicht bekannt. Die beiden Begleiter des 16-Jährigen sind weiter flüchtig.

Das Motiv der Tat dürfte in Streitigkeiten zwischen den beiden Familien des 16- und des 18-Jährigen zu suchen sein.

Der Tatverdächtige wird im Laufe des Donnerstags einem Haftrichter vorgeführt. Die Kriminalpolizei Esslingen hat die Ermittlungen aufgenommen und bittet Zeugen, die die Auseinandersetzungen im Bereich des Busbahnhofs, der Martinstraße, der Bahnhofstraße oder der Schelztorstraße beobachtet haben, sich unter Telefon 0711 3990-0 zu melden.

 

Artikel vom 08.03.2012 © Eßlinger Zeitung

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Leser-Kommentare (7)

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27.12.2012 10:35 von Sallo

Die Gutmenschen reden solche Taten solange schön und nehmen die armen, benachteiligten Mitglieder der Parallelgesellschaft in Schutz, bis sie selbst betroffen sind.

12.03.2012 17:56 von Flimrick

@Unwichtiger: Die Sippenhaft ist abgeschafft. Mir wird Angst und Bange, wenn ich daran denke, dass Menschen mit diesen undifferenzierten Geisteshaltungen wählen dürfen.... Aber vielleicht kann man dem Vorschlag von Pauli folgen und auch Dummheit irgendwann verbannen lassen. Abgesehn davon sind Taten wie im Artikel beschrieben sicher nicht zu tolerieren.

12.03.2012 10:15 von Unwichtiger

Würde der Täter mitsamt der ganzen Familie und zusätzlich den nächsten Verwandten in die Heimat abgeschoben, würden es sich künftig solche Verbrecher merken, ob sie so ein Risiko eingehen wollen. Die Deutsche Rentenversicherung würde so eine Praktik sicher freuen.

12.03.2012 10:12 von Ottolino

Was ist denn das für unangebrachte Kommentare? Als würden sämtliche Verbrechen nur von Menschen mit Migrationshintergrund begangen. Wohl ein bisschen viel Sarrazin konsumiert, was?!

10.03.2012 16:20 von Pauli

Wen wundert das welcher Nationalität der Täter angehört. Es sollte härter durchgegriffen werden, solche Leute am besten zurück in Ihre Heimat verbannen.

09.03.2012 10:52 von Träumerle

"Hand in Hand in die Zukunft gehen?" Dieses Motto der Integrationsministerin scheinen da ihre eigenen Landleute leider nicht ganz verstanden zu haben.... Vielleicht sollte dieses Motto besser in türkischen Lokalitäten in türkisch vortragen werden, aber man hofft ja immer auf die Toleranz der anderen......

08.03.2012 16:24 von Ulf Ulmen

Diese Menschen sind wirklich eine Bereicherung unserer Kultur. Ein Hoch der von unseren Politikern heraufbeschworenen vielfältigen Gesellschaft...


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